Nach einer Phase erhöhter Unsicherheit im Private-Credit-Markt bringen Blackstone und weitere BDCs wieder Anleihen an den Kapitalmarkt und signalisieren damit Stabilisierungsbedarf auf der Finanzierungsseite.
Blackstones Private-Credit-Fonds bewegt sich mit dem Verkauf von Investment-Grade-Notes mit fünfjähriger Laufzeit auf den Bondmarkt zu. Der initiale Preisindikation liegt bei einem Spread von rund 2,55 Prozentpunkten über dem Referenzzins, mit Deutsche Bank, Morgan Stanley, Mitsubishi UFJ Financial Group, Royal Bank of Canada und Wells Fargo Securities als Bookrunner. Zuletzt hatte Blackstone im Januar 700 Mio. US-Dollar am Markt platziert. Die Transaktion reiht sich in eine Serie ähnlicher Emissionen ein: Am 13. April platzierte Blue Owl Capital 400 Mio. US-Dollar in der ersten BDC-Investment-Grade-Anleihe seit Februar, die vollständig von PIMCO erworben wurde, gefolgt von einer Goldman-Sachs-Private-Credit-Emission über 750 Mio. US-Dollar am Folgetag.
Die erhöhte Emissionsaktivität trifft auf ein strukturell herausfordernderes Umfeld. Bedenken rund um KI-bedingte Verschiebungen in Softwarebewertungen sowie nachlassende Kreditvergabestandards trüben den Ausblick für eine Branche, die zuvor von einer langen Wachstumsphase profitiert hatte. Dass die größten Private-Credit-Plattformen dennoch die Kapitalmärkte anzapfen, deutet darauf hin, dass Manager ihre Finanzierungspositionen gezielt absichern, auch wenn das operative Umfeld schwieriger wird.




