BVK: 15,7 Milliarden Euro investiert, VC bricht um ein Drittel ein

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March 18, 2026
19.03.2026
2 Minuten Lesezeit

Private Equity und Venture Capital investierten 2025 so viel in deutsche Unternehmen wie zuletzt 2021. Doch das Bild ist gespalten: Buy-outs ziehen stark an, der VC-Markt fällt auf Dreijahrestief.

Buy-outs wachsen auf 10,7 Milliarden Euro

Der deutsche Beteiligungskapitalmarkt hat 2025 ein Gesamtinvestitionsvolumen von 15,69 Milliarden Euro erreicht, vier Prozent mehr als im Vorjahr und der höchste Wert seit 2021. Das geht aus der vorläufigen Marktstatistik des Bundesverbands Beteiligungskapital (BVK) hervor. Treiber war das Buy-out-Segment, das von 9,1 auf 10,66 Milliarden Euro zulegte. Zu den größten Transaktionen des Jahres zählten STADA, BASF Coatings, Apleona und Kelvion. Wachstumsfinanzierungen und Minderheitsbeteiligungen blieben mit 2,79 Milliarden Euro nahezu stabil. Eine Herausforderung blieb bestehen: Unterschiedliche Preisvorstellungen zwischen Käufern und Verkäufern verhinderten weiterhin eine Vielzahl potenzieller Transaktionen.

Venture Capital bricht um ein Drittel ein

Im Gegensatz zum Buy-out-Markt enttäuschte das Venture-Capital-Segment erheblich. Mit 2,23 Milliarden Euro investierten Beteiligungsgesellschaften rund ein Drittel weniger in Start-ups als im Vorjahr (3,26 Milliarden Euro) und bewegen sich damit wieder auf dem Niveau von 2023. Während globale VC-Investitionen vom KI-Boom profitieren, kommt Deutschland davon bislang nur begrenzt profitieren. Ausnahmen bestätigen die Regel: Einzelne dreistellige Millionenrunden bei Helsing, Tubulis, Black Forest Labs, Amboss und Quantum Systems zeigen, dass der Standort für ambitionierte Technologieunternehmen weiterhin attraktiv ist.

Fundraising sinkt um ein Drittel, VC als Lichtblick

Das Fundraising fiel 2025 deutlich schwächer aus als im starken Vorjahr: Das Volumen sank von 8,59 auf 5,81 Milliarden Euro, die Zahl geschlossener Fonds von 38 auf 25. Besonders im Buy-out-Segment fehlen große Fonds, das Fundraising halbierte sich dort auf 2,75 Milliarden Euro. VC-Fonds konnten dagegen mit 3,06 Milliarden Euro mehr einwerben als im Vorjahr. BVK-Vorstandssprecherin Ulrike Hinrichs sieht Chancen in KI und Digitalisierung für das VC-Segment, warnt aber vor anhaltend zurückhaltenden institutionellen Investoren beim kommenden Fundraising für die starken Jahrgänge 2021 und 2022.