Das Düsseldorfer Team begleitete DuMont bei der Übernahme der Kölnischen Rundschau und dem Ende einer fast dreißigjährigen Verlagsehe mit dem Heinen-Verlag.
Am Rhein geht eine Ära zu Ende. Seit 1998 teilten sich DuMont und der Heinen-Verlag die Verantwortung für die Kölnische Rundschau. Das eine Haus kümmerte sich um Druck, Vertrieb und Anzeigengeschäft, das andere lieferte journalistische Inhalte zu. Dieses Konstrukt existiert nicht mehr. Zum Monatswechsel übernahm DuMont sämtliche Fäden und verantwortet das Traditionsblatt nun allein. Die Neuordnung geht über einen simplen Eigentümerwechsel hinaus. Künftig verschmilzt die Rundschau organisatorisch mit den Kölner Stadt-Anzeiger Medien, einer DuMont-Tochter. Beide Redaktionen arbeiten in einem gemeinsamen Newsroom, Produktionsprozesse werden gebündelt. Das soll Kosten senken und gleichzeitig die publizistische Schlagkraft erhöhen. Konzernchef Christoph Bauer bezeichnete die Zeitung als wichtige Stimme für die Region, deren Zukunft man nun strukturell absichere.
Neben der Herausgeberschaft wechselten auch Gesellschaftsanteile den Besitzer. DuMont übernahm die Heinen-Beteiligung an der Rheinischen Redaktionsgemeinschaft, einem Gemeinschaftsunternehmen, das seit 2014 Regional- und Lokalinhalte für beide Kölner Tageszeitungen produziert. Damit liegt die Berichterstattung aus dem Umland nun vollständig in einer Hand. Parallel investiert das Medienhaus in seine digitale Zukunft. Bei den Kölner Stadt-Anzeiger Medien entstehen mehr als dreißig neue Stellen, die den Online-Ausbau vorantreiben sollen.
Für die rechtliche Begleitung der Entflechtung zeichnete Deloitte Legal verantwortlich. Michael von Rüden und Dirk Hänisch führten das Mandat gemeinsam aus dem Düsseldorfer Büro. Beide Partner sind auf Unternehmenstransaktionen spezialisiert. Unterstützung kam von Maximilian Giepmann und Victoria Zahn aus dem Corporate-Bereich.




