EY analysiert Digitalisierungsstand in Österreich

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March 12, 2026
13.03.2026
2 Minuten Lesezeit

Der Beratungskonzern hat den technologischen Reifegrad österreichischer Betriebe untersucht. Das Ergebnis: Viel Enthusiasmus, aber wenig Struktur.

Bekenntnis ohne Fahrplan

Acht von zehn befragten Firmen bezeichnen digitale Technologien als geschäftskritisch. Gleichzeitig räumen zwei Drittel ein, keine ausformulierte Strategie für entsprechende Investitionen zu besitzen. Diese Diskrepanz zieht sich durch die gesamte Erhebung, die EY unter dem Titel "Digitaler Wandel 2026" veröffentlicht hat. Wo Geld fließt, fließt es bevorzugt in eine Richtung. Knapp ein Fünftel der Betriebe nennt künstliche Intelligenz als primäres Investitionsziel. Andere Schlagworte wie Datenanalyse oder virtuelle Welten fallen deutlich zurück. Der Hype um das Metaverse scheint verflogen.

Vom Testen zum Ausrollen

Susanne Zach verantwortet bei EY Österreich das Geschäft mit Daten und algorithmischen Anwendungen. Sie beobachtet einen Wandel: Pilotprojekte reichten nicht mehr aus. Wer Wettbewerbsvorteile erzielen wolle, müsse Anwendungen in Bereichen wie Kundenkommunikation, Ablaufsteuerung oder Fehlerprüfung breit einführen. Während der Pandemie galt Digitalisierung als überlebenswichtig. Als Inflation und Rezessionsängste dominierten, rückte das Thema in den Hintergrund. Die aktuellen Werte signalisieren eine Rückkehr: Geschäftsführer und Vorstände widmen sich der Transformation wieder mit Nachdruck.

Köpfe gesucht

Technik allein bringt keine Resultate. Beobachter rechnen mit steigender Nachfrage nach Weiterbildung und externer Begleitung. Governance-Rahmenwerke für algorithmische Entscheidungen gewinnen an Gewicht. Ohne qualifiziertes Personal bleiben Investitionen wirkungslos.