Die Teuerung hat sich im Februar leicht abgeschwächt. Nahrungsmittel wurden weniger teuer, Dienstleistungen trieben die Preise weiter.
Die Inflationsrate in Deutschland lag im Februar 2026 bei 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Im Januar waren es noch 2,1 Prozent gewesen. Ruth Brand, Präsidentin des Statistischen Bundesamtes, erklärt: Der Anstieg der Verbraucherpreise habe sich leicht abgeschwächt. Vor allem die Teuerung bei Nahrungsmitteln habe sich deutlich verringert und wirke preisdämpfend. Dienstleistungen erhöhten die Inflationsrate weiterhin. Gegenüber Januar stiegen die Preise um 0,2 Prozent.
Energieprodukte insgesamt lagen im Februar um 1,9 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat, nach minus 1,7 Prozent im Januar. Haushaltsenergie verbilligte sich um 3,5 Prozent. Günstiger wurden Erdgas (minus 4,4 Prozent), Strom (minus 4,1 Prozent) und Fernwärme (minus 1,0 Prozent). Das ist unter anderem auf Maßnahmen der Bundesregierung zurückzuführen, etwa reduzierte Übertragungsnetzentgelte und die Abschaffung der Gasspeicherumlage. Leichtes Heizöl wurde um 4,7 Prozent günstiger, feste Brennstoffe verteuerten sich um sechs Prozent. Kraftstoffe stiegen um 0,3 Prozent. Die Kriegshandlungen im Iran seit 28. Februar wirkten sich noch nicht auf das Februar-Ergebnis aus.
Dienstleistungen lagen im Februar um 3,2 Prozent über dem Vorjahresniveau. Seit Januar 2024 liegt die Teuerung bei Dienstleistungen oberhalb der Gesamtteuerung. Besonders stark verteuerten sich Dienstleistungen sozialer Einrichtungen (plus 7,0 Prozent) sowie die kombinierte Personenbeförderung (plus 6,2 Prozent). Letzteres ist vor allem auf die Erhöhung des Deutschlandticket-Preises zum Jahresbeginn zurückzuführen. Auch Wartung und Reparatur von Fahrzeugen (plus 5,0 Prozent), Versicherungsdienstleistungen für die Gesundheit (plus 4,4 Prozent) und Nettokaltmieten (plus 2,1 Prozent) waren deutlich teurer. Die Kerninflation ohne Nahrungsmittel und Energie lag bei 2,5 Prozent.




