Investoren wollen Kontrolle bei Ströer

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July 31, 2026
31.07.2026
2 Minuten Lesezeit

Die Finanzinvestoren I Squared Capital und InfraVia Capital Partners haben sich Insidern zufolge bereits mit den Großaktionären auf einen Einstieg bei Ströer verständigt. Randaktivitäten wie das Portal T-Online könnten dabei zur Disposition stehen.

Großaktionäre offenbar grundsätzlich einig

Mit Berufung auf Insider-Informationen meldet das Manager Magazin, dass sich die Finanzinvestoren I Squared Capital und InfraVia Capital Partners bereits mit den Großaktionären Udo Müller und Dirk Ströer grundsätzlich auf einen Einstieg verständigt hätten, eine offizielle Bestätigung der Beteiligten gibt es noch nicht. Gründersohn Dirk Ströer wolle seinen rund 20-prozentigen Anteil vollständig verkaufen. Vorstandschef Udo Müller, der rund 24 Prozent hält, soll dagegen an Bord bleiben und lediglich einen Teil seiner Beteiligung abgeben. Über einen Poolvertrag könnte Müller den Investoren dennoch die Kontrolle sichern. Sollte den Investoren im Anschluss an ein mögliches Übernahmeangebot die Mehrheit von zwei Dritteln der Anteile gelingen, könnte ein Delisting folgen, mit dem Ziel, Ströer von der Börse zu nehmen und den Konzern neu auszurichten. Schon Anfang 2025 hatte es sehr konkrete Pläne gegeben, das Traditionsunternehmen aufzukaufen, damals standen allerdings KKR und Hellman & Friedman im Fokus. Im Oktober vergangenen Jahres tauchte I Squared Capital bereits als möglicher Kaufinteressent auf.

Randaktivitäten wie T-Online auf dem Prüfstand

Im Mittelpunkt der Pläne soll das Außenwerbegeschäft stehen. Ströer erzielt mit seiner Out-of-Home-Sparte, zu der digitale Werbeflächen, Plakatwände und Stadtmöblierung gehören, den größten Teil seines Umsatzes. Die Digitalisierung der Werbeflächen gilt als Wachstumstreiber, erfordert jedoch hohe Investitionen, die Infrastrukturinvestoren wie I Squared Capital und InfraVia finanzieren könnten. Andere Geschäftsbereiche könnten dagegen auf den Prüfstand kommen: Nach zahlreichen Übernahmen hält Ströer heute Beteiligungen unter anderem am Datenportal Statista, dem Nachrichtenportal T-Online und dem Kosmetikunternehmen Asambeauty. Laut Manager Magazin könnten sich die potenziellen neuen Eigentümer von solchen Randaktivitäten trennen und den Konzern wieder stärker auf sein Kerngeschäft fokussieren. Für Udo Müller, seit April alleiniger CEO, wäre eine Transaktion das vorläufige Ende einer längeren Suche nach strategischen Optionen. In den vergangenen Jahren soll der Ströer-Chef mehrfach versucht haben, Unternehmensteile zu verkaufen oder Investoren zu gewinnen.

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