KPMG: Wenige Großdeals prägen den PE-Markt

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July 31, 2026
31.07.2026
2 Minuten Lesezeit

Der globale Private-Equity-Markt kühlt bei der Anzahl der Transaktionen weiter ab, während das investierte Kapital auf hohem Niveau bleibt. Besonders die Exit-Aktivität ist laut KPMG auf den tiefsten Stand seit über einem Jahrzehnt gefallen.

Exit-Tempo so schwach wie seit zehn Jahren nicht mehr

Die globale Zahl der Private-Equity-Transaktionen ist auf rollierender Zwölfmonatsbasis von 21.060 auf 20.105 gesunken. Der niedrigste Wert seit 21 Quartalen, zeigt der KPMG-Bericht Pulse of Private Equity Q2'26. Das globale Investitionsvolumen ging im gleichen Zeitraum nur leicht von 2,4 auf 2,3 Billionen Dollar zurück. Im ersten Halbjahr 2026 wurden über 9.294 Deals, insgesamt 1 Billion Dollar, investiert. Ein solider Wert bei schwacher Deal-Zahl. Noch deutlicher fällt der Rückgang bei den Exits aus: Im ersten Halbjahr zählte KPMG nur 1.315 Exits mit einem Gesamtwert von 570 Milliarden Dollar, das schwächste Tempo seit über einem Jahrzehnt. 2025 lag der jährliche Exit-Wert noch bei 1,2 Billionen Dollar. Gavin Geminder, Global Head of Private Equity bei KPMG International, ordnet ein: Es gebe einen enormen Rückstau an eigentlich anstehenden Exits, von Notverkäufen könne aber keine Rede sein, die Sponsoren blieben geduldig und warteten auf mehr Klarheit.

Großbritannien und Deutschland treiben Europa

Regional zeigt sich ein gemischtes Bild. Während Amerika und vor allem die USA rollierend rückläufig sind, konnte die EMA-Region von 775,7 auf 782,4 Milliarden Dollar zulegen. Innerhalb Europas führte Großbritannien mit 105,3 Milliarden Dollar im ersten Halbjahr, unter anderem dank der 14,6 Milliarden Dollar schweren Übernahme von Intertek durch EQT. Deutschland folgte mit 34,9 Milliarden Dollar, angetrieben durch den 8,6-Milliarden-Dollar-Buyout von Everllence durch Bain Capital. Das globale Fundraising blieb zur Jahresmitte mit nur 261,8 Milliarden Dollar über 315 Fonds schwach, das Kapital konzentriert sich zunehmend bei wenigen großen Managern. Auf Sektorebene bleibt Technologie, Medien und Telekommunikation mit 354,7 Milliarden Dollar der größte Bereich. Der Energiesektor liegt mit 149,2 Milliarden Dollar auf Rekordkurs, getrieben durch die Energiewende und den Strombedarf der KI-Infrastruktur. Insgesamt zeichnet der Bericht das Bild eines Barbell-Marktes: Wenige hochwertige Großdeals treiben das Volumen, während die Zahl der Transaktionen sowohl bei Investitionen als auch bei Exits auf mehrjährige Tiefststände fällt.

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