Marco Amitrano übernimmt erweiterte Rolle bei PwC

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June 19, 2026
27.06.2026
3 Minuten Lesezeit

Der Chef des britischen PwC-Ablegers steigt zum 1. Juli in die globale Führungsetage auf. Die Beratungsgesellschaft baut damit ihre internationale Struktur grundlegend um.

Doppelmandat im Anflug

Mit dem Start des zweiten Halbjahres bekommt Marco Amitrano eine zweite Visitenkarte. Neben seiner bisherigen Verantwortung für Großbritannien und den Nahen Osten übernimmt er Aufgaben, die ihn tiefer in das europäische Festland führen. Begleitet wird er von Partnern aus den amerikanischen und britischen Einheiten. Hinter dem Umbau steht laut Financial Times der Wille, Funktionen in der Verwaltung zu bündeln und neue Dienstleistungen für internationale Mandanten auszurollen, vor allem im Bereich KI-gestützter Beratung. Bei dieser Technologie spielen die britische und amerikanische Niederlassung eine zentrale Rolle, da von dort die größten Investitionen für das gesamte Netzwerk fließen.

Deutsche Beteiligung

Ein bekanntes Gesicht aus Deutschland wird ebenfalls in das neue Gremium einziehen. Marc Billeb, Senior Partner bei der deutschen Einheit, schließt sich der Mannschaft an, allerdings nicht zum gleichen Termin wie Amitrano. Die Personalentscheidungen reihen sich in eine Linie ein, die PwC seit April verfolgt. Damals kündigte das Haus an, seine globalen Dienstleistungen zu vereinheitlichen. Hintergrund ist der wachsende Einfluss Künstlicher Intelligenz auf die Branche.

Sparkurs im Hintergrund

Während die Strukturen wachsen, wird beim Personal weiter geschnitten. PwC baute im vergangenen Jahr 123 Partnerstellen ab, mehr als doppelt so viele wie im Durchschnitt seit 2002. Erst nachdem diese Maßnahmen wirkten, konnte das Haus im September 2025 wieder einen leichten Gewinnzuwachs ausweisen, der Umsatz erreichte 6,35 Milliarden Pfund.

Karriere komplett unter einem Logo

Persönlich bringt Amitrano eine ungewöhnlich konstante Laufbahn mit. Der in Luton aufgewachsene Italiener trat 1992 direkt nach dem Studium bei PwC ein und blieb dem Haus seither treu. 2005 wurde er Partner, 2024 übernahm er den Vorsitz der Allianz für Großbritannien und den Nahen Osten. Diese Position war ursprünglich auf vier Jahre angelegt und sollte ihn auf Kevin Ellis folgen lassen. Mit dem nun zusätzlich übernommenen Mandat wächst sein Einflussbereich deutlich über die Insel hinaus.

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