Platinum Equity ist nach dem Rückzug von CD&R der einzig verbliebene Interessent für Nestlés Wassergeschäft. Das Unternehmen des Milliardärs Tom Gores verhandelt nun über eine 50-prozentige Beteiligung an der Einheit, zu der Marken wie Perrier und S.Pellegrino gehören. Ob ein Deal zustande kommt, bleibt offen; die Gespräche laufen, eine Einigung ist nicht garantiert.
Die Auktion wurde schrittweise ausgedünnt: PAI Partners, Nestlés langjähriger Private-Equity-Partner, galt zunächst als Favorit, bevor auch er ausstieg. Zuletzt standen CD&R und Platinum als finale Bieter gegenüber, bis CD&R ebenfalls zurückzog. Mehrere Interessenten störten sich an der angestrebten Bewertung von rund 5 Mrd. Euro sowie an restriktiven Bedingungen bei der Datenverfügbarkeit für finanzierende Banken. Letztere haben inzwischen Fremdfinanzierungen von 2 bis 3 Mrd. Euro vorbereitet, um eine potenzielle Transaktion zu unterstützen.
Der Verkauf steht im Zentrum des Turnarounds unter CEO Philipp Navratil, der den Schweizer Konzern auf seine Kernmarken zurückführen will. Das Wassergeschäft ist mit erheblichen Herausforderungen belastet: schwache Verbrauchernachfrage, eine Reihe von Untersuchungen und Klagen rund um die Filtrations- und Behandlungsmethoden bei einigen Produkten sowie eine Babynahrungsrückrufaktion in über 60 Ländern. Nestlé hatte den Verkauf Ende 2024 zunächst als Abspaltung signalisiert und anschließend auf einen vollständigen Verkauf umgeschwenkt; ein Prozess, der sich als schwieriger erwiesen hat als erwartet.




