PwC: Kommunen hinken bei Mobilitätswende hinterher

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March 22, 2026
23.03.2026
2 Minuten Lesezeit

Eine Analyse von 400 Städten und Kreisen offenbart große Lücken. Nur ein Bruchteil der Strategien hält hohen Ansprüchen stand.

Viel Papier, wenig Substanz

Deutschland tritt bei der Verkehrswende auf der Stelle. PwC hat nachgemessen und 400 kreisfreie Städte sowie Landkreise durchleuchtet. Das Fazit fällt ernüchternd aus: Jede vierte Kommune hat überhaupt keinen Plan. Von den existierenden Konzepten verdienen gerade einmal 29 Prozent das Prädikat hochwertig. Der Rest bleibt Stückwerk. Mobilität wird selten als Teil eines größeren Ganzen gedacht. Nur 16 Prozent der Strategien verzahnen Verkehr mit Wohnen, Freiraum oder Klimaschutz. Dabei wäre genau diese Verbindung der Schlüssel, um Autos aus den Innenstädten zu bekommen. Stattdessen basteln viele Verwaltungen an isolierten Projekten, die verpuffen, bevor sie wirken.

Geld fehlt, Ideen auch

Finanzierung bleibt das Sorgenkind. Viele Konzepte schweigen sich darüber aus, wie Maßnahmen bezahlt werden sollen. Dabei sind leere Kassen in den meisten Rathäusern der größte Stolperstein. Ohne belastbare Haushaltsplanung bleiben selbst gute Ideen Makulatur. Die Analyse destilliert sechs Erfolgsfaktoren: Stadtplanung, die Alternativen zum Auto schafft. Nahverkehr, der mit Sharing und On-Demand-Diensten flexibel wird. Elektrifizierung der Busflotten, mehr als 3.000 emissionsfreie Fahrzeuge sind bereits unterwegs. Betriebliche Angebote wie Leasingräder oder Mobilitätsbudgets. Und Digitalisierung, die alles zusammenhält. Ohne klare Verantwortlichkeiten läuft nichts zusammen. PwC mahnt: Die Verkehrswende braucht Governance, nicht nur gute Absichten. Wer den Wandel nicht steuert, verliert ihn aus der Hand.