Eine Studie prognostiziert eine Verdreifachung des Automatisierungsgrads bis 2030. Deutsche Firmen haben Nachholbedarf, erkennen aber den Handlungsdruck.
Die Fabrik der Zukunft steuert sich selbst. Roboter montieren, Algorithmen prüfen Qualität, Software disponiert Material. Was heute noch Ausnahme ist, wird bis Ende des Jahrzehnts zum Standard. PwC hat über 400 Führungskräfte aus dem Maschinen- und Anlagenbau befragt, 50 davon aus Deutschland. Die Prognose: Der Anteil vollautomatisierter Prozessschritte klettert von derzeit 18 auf 50 Prozent.
Nicht alle Unternehmen sind gleich weit. PwC teilt die Branche in Vorreiter und Verfolger ein. Weltweit schaffen es 20 Prozent in die erste Kategorie, hierzulande nur 14 Prozent. Der Unterschied zeigt sich in Zahlen: Die Besten investieren intensiver in künstliche Intelligenz, nutzen neue Technologien konsequenter bei Entwicklung und Fertigung und haben ihren Automatisierungsgrad nahezu verdoppelt.
Die deutsche Branche steht unter Druck. Seit drei Jahren liegt die Kapazitätsauslastung unter 90 Prozent, zuletzt rutschte sie auf 81 Prozent. Produktivitätsgewinne bleiben aus, während die Konkurrenz aus Asien und Amerika aufrüstet. Die befragten Manager haben die Lage erkannt: Mehr als die Hälfte sieht Automatisierung und KI als Schlüssel zu strategischen Zielen.
Der Abstand zwischen Pionieren und Zögerern wächst. Wer heute in intelligente Fertigung investiert, sichert sich Vorteile bei Kosten, Qualität und Tempo. Wer wartet, riskiert den Anschluss an eine Branche im Umbruch. Für den deutschen Maschinenbau steht viel auf dem Spiel: Die Studie macht deutlich, dass technologische Führerschaft künftig über die Wettbewerbsfähigkeit entscheidet.




