Zwei der Big Four beenden in den USA eine jahrelange Tradition: Statt ins Disney-Resort nach Orlando fliegen Praktikanten künftig nur noch zu lokalen Büroevents, während Deloitte und KPMG an ihren Programmen festhalten.
Rund 15 Jahre lang lud PwC Praktikanten, die ein Übernahmeangebot erhalten hatten, zu einem mehrtägigen Abschlussevent ins Walt Disney World nach Orlando ein, inklusive Resortunterkunft, Verpflegung, Panels und Networking mit Führungskräften der Kanzlei. Damit ist nun Schluss: PwC bestätigt die Absage und verweist darauf, die Mittel künftig in Formate umzulenken, die stärker auf die Zusammenarbeit mit Kollegen und Mandanten ausgerichtet sind. Statt Florida-Trip erhalten Praktikanten nun lokale Programmpunkte wie Büroaktivitäten oder Teamessen. Das separate Destination-CPA-Programm, ein dreitägiges Networking-Event in Orlando für angehende Wirtschaftsprüfungspraktikanten, könnte allerdings bestehen bleiben.
Auch EY hat den jährlichen Disney-Trip für Sommerpraktikanten 2026 gestrichen. Darüber hinaus wurde die Praktikumsdauer auf sechs Wochen verkürzt, die Bezahlung für die Woche um den 4. Juli entfiel und Praktikantengeschenke wurden eingespart, ein deutlich umfassenderer Einschnitt als bei PwC.
Bemerkenswert ist der Kontrast zu den beiden anderen Big Four: KPMG empfängt seine Praktikanten weiterhin in der 450 Millionen US-Dollar teuren Lakehouse-Anlage in Florida, Deloitte nutzt seine Deloitte University in Texas. Ob PwC und EY mit ihren Kürzungen einen branchenweiten Trend einleiten oder allein bleiben, dürfte sich spätestens im nächsten Recruiting-Zyklus zeigen.




