Laut der fünften EY US AI Pulse Survey überdenken fast alle befragten Unternehmen ihre KI-Strategie wegen steigender Token-Kosten, ziehen sich aber nicht aus KI-Investitionen zurück, sondern verteilen sie gezielter.
Die Umfrage unter 534 US-Entscheidungsträgern ab Senior-Vice-President-Ebene zeigt ein differenziertes Bild: Über 80 Prozent der Führungskräfte in KI-investierenden Unternehmen äußern Sorge über Token-Verbrauch und die daraus resultierenden Kosten, doch nur rund 65 Prozent überwachen den Verbrauch aktiv mit klaren Budgetvorgaben. Unter denjenigen, die token-basierte Tools einsetzen, gaben 98 Prozent an, Teile ihres Ansatzes zu überdenken, ob bei der Priorisierung nach Geschäftsbereichen (37 Prozent), nach Anwendungsfällen (35 Prozent) oder beim Mitarbeiterzugang (32 Prozent). Bezeichnend: 37 Prozent erwägen eine Ausweitung ihres Rollouts, nur 15 Prozent eine Einschränkung.
Anders als bei herkömmlichen Lizenzmodellen schwanken die Ausgaben bei direkter API-Nutzung mit jedem einzelnen Request. Eine Arbeitsgruppe der FinOps Foundation beschreibt dieses Modell als kaum mit traditionellen Planungstools vereinbar. Der aktuelle State-of-FinOps-Bericht bestätigt den Trend: 98 Prozent der Befragten managen inzwischen KI-Ausgaben, gegenüber 63 Prozent im Vorjahr. Größte Herausforderungen bleiben Kostentransparenz, Zuordnung zu Geschäftsbereichen und Wertermittlung.
Trotz breiter Nutzung hinken die tatsächlichen Investitionen den Prognosen hinterher: Im April 2025 rechneten noch 35 Prozent der Befragten mit KI-Ausgaben von mindestens 10 Millionen US-Dollar binnen eines Jahres, erreicht haben dieses Niveau laut aktueller Erhebung nur 23 Prozent.




