Das PCAOB meldet sinkende Fehlerquoten bei allen vier großen Wirtschaftsprüfern in den USA. EY und Deloitte führen das Feld mit jeweils nur 5 Prozent beanstandeter Prüfungen an.
Die jüngsten Inspektionsergebnisse der US-Prüferaufsicht für 2025 zeigen eine branchenweite Verbesserung: Die US-Einheiten von EY und Deloitte teilen sich mit einer Beanstandungsquote von jeweils 5 Prozent die Spitzenposition, PwC US folgt mit 9 Prozent, KPMG US bildet mit 13 Prozent das Schlusslicht. EY hatte nach eigener Einschätzung ab 2021 einen tiefgreifenden Umbau der Prüfungssparte eingeleitet und sich dabei konsequent von risikoreichen Mandaten gelöst. Auch die Mittelständler verbesserten sich spürbar: BDO USA halbierte seine Quote nahezu auf 34 Prozent, Grant Thornton US kam auf 33 Prozent.
Unter dem neuen PCAOB-Vorsitzenden Jim Logothetis zeichnet sich ein strategischer Schwenk ab: Die Behörde will sich künftig weniger auf die Beanstandung einzelner Prüfungsschritte konzentrieren und stattdessen bewerten, ob die Qualitätssicherungssysteme der Gesellschaften als Ganzes funktionieren. Branchenvertreter hatten die bisherige Praxis kritisiert, weil sie aus ihrer Sicht zu stark auf Detailfehler fokussierte, ohne ausreichend zwischen schwerwiegenden Mängeln und rein formalen Beanstandungen zu unterscheiden.




