Das Londoner Start-up Agon will KI-Trainingsinfrastruktur speziell für europäische Verteidigungssysteme aufbauen. Zum Start kommt das Unternehmen mit 30 Millionen Dollar aus der Deckung.
Das Londoner Start-up Agon ist mit 30 Millionen Dollar aus der Stealth-Phase gekommen, aufgeteilt in 7 Millionen Dollar Pre-Seed und 23 Millionen Dollar Seed. Zu den Investoren zählen Lakestar, Lux Capital, Northzone, XYZ sowie Bessemer Venture Partners. Agon will KI-Infrastruktur speziell für das Training europäischer Verteidigungssysteme aufbauen, denn moderne Verteidigungssysteme von Kommandoplattformen bis zu autonomen Drohnen benötigen große Mengen an Trainingsdaten, die in Europa knapp sind. Zudem wollen viele Staaten souveräne Verteidigungssysteme mit eigenen vertraulichen Daten betreiben, wofür neue sichere Trainingsumgebungen nötig sind. CEO Tristam Constant sagt: „Wir befinden uns in einem KI-Wettrüsten, Agon baut die Infrastruktur, die es Europas Verteidigung erlaubt, im Tempo der Bedrohung zu iterieren.“
Constant leitete zuvor das Europageschäft von Applied Intuition und war davor Senior Director Europa bei Anduril, nach 13 Jahren in der britischen Armee. Mitgründer Junaid Hussain ist Serienunternehmer und Mitgründer des Verteidigungs-Unicorns Cambridge Aerospace, das Insidern zufolge kurz vor einer 300-Millionen-Dollar-Runde bei einer Bewertung von fast 3,5 Milliarden Dollar steht. Als Chairman fungiert David Helgason, Gründer und Ex-CEO des Spiele-Engine-Anbieters Unity Technologies. Agon hat Büros in London und Berlin. Das Team stammt unter anderem von AWS, Google, Helsing und Palantir. Kunden hat das Unternehmen bislang nicht genannt.




