Das New Yorker Fintech Augustus hat eine Series-B-Runde über 180 Millionen Dollar abgeschlossen. Das Unternehmen will internationalen Banken und Fintechs direkten Zugang zu Dollar-Konten verschaffen.
Das New Yorker Fintech Augustus, das an einer sogenannten Global Dollar Bank baut, hat eine Series-B-Runde über 180 Millionen Dollar bei einer Bewertung von einer Milliarde Dollar abgeschlossen. Angeführt wird die Runde von Tiger Global, mit Beteiligung von Hummingbird, QED sowie den Gründern von Nubank, Ramp, Circle und Deel. Das Kapital soll die Expansion bei Fintechs und Banken in Lateinamerika, Südostasien, dem Nahen Osten und Afrika beschleunigen. Die API-first-Plattform von Augustus unterstützt Betriebs- und FBO-Konten mit benannten virtuellen Konten, Transaktionen laufen über Swift, ACH, SEPA und Stablecoins. Zudem investiert das Unternehmen weiter in seine eigene Kernbanking-Plattform Marble. Die Finanzierung folgt auf die im Mai erteilte bedingte Zulassung einer US-Bankenlizenz durch die Aufsichtsbehörde OCC. Augustus ist damit erst die achte Bank seit 2010 mit einer solchen Zulassung. CEO Ferdinand Dabitz sagt dazu: „Der Dollar ist das großartigste Produkt der Welt, aber seine Distribution ist grundlegend kaputt, diese Finanzierung lässt uns unsere Mission umsetzen, internationalen Fintechs und Banken hochwertigen Dollar-Zugang zu verschaffen.“
Nigel Morris, Mitgründer von Capital One und Managing Partner bei QED Investors, ordnet ein: „Korrespondenzbanking ist der letzte Teil des Bankenstacks, der von Fintechs noch nicht herausgefordert wurde, Augustus löst das, indem es modernste Technologie mit einer echten Banklizenz verbindet.“ An der Runde beteiligten sich zudem zahlreiche prominente Fintech- und KI-Gründer als Einzelinvestoren, darunter David Vélez von Nubank, Karim Atiyeh von Ramp, Sean Neville von Circle und Alex Bouaziz von Deel. Augustus positioniert sich dabei explizit als westliche Alternative zu Chinas Digital-Yuan-Projekt und dem von Russland vorgeschlagenen BRICS-Pay-System. Das 2022 von Ferdinand Dabitz, Joshua Becker, Simon Wimmer und Peter Lieck gegründete Unternehmen hat damit insgesamt 210 Millionen Dollar eingesammelt und verarbeitet nach eigenen Angaben bereits Milliardenbeträge für Kunden wie Kraken.




