Die US-Großbank reagiert auf den wachsenden Stau an nicht verkauften Portfoliounternehmen und baut eine dedizierte Einheit auf, die Private-Equity-Häusern flexible Exitlösungen anbieten soll.
Bank of America hat laut Bloomberg eine eigenständige Private Capital M&A Group ins Leben gerufen. Die neue Einheit soll Buyout-Firmen dabei unterstützen, Portfoliounternehmen in einem Umfeld zu veräußern, das von Marktvolatilität, eingeschränkten IPO-Fenstern und verlängerten Haltedauern geprägt ist. Im Mittelpunkt stehen flexible Lösungen jenseits des klassischen Exit-Pfads: Continuation Funds, Minderheitsverkäufe und Multi-Asset-Strukturen. Schätzungen zufolge warten allein in den USA rund 12.900 Portfoliounternehmen auf ihre Veräußerung.
Bank of America zielt mit dem Schritt darauf ab, ihren Marktanteil im Sponsor-getriebenen Dealmaking auszubauen. Indem die Bank Advisory- und Kapitalmarktleistungen enger verzahnt, will sie zum bevorzugten Partner für PE-Häuser werden, die angesichts eines schwierigen Sekundärmarktumfelds nach kreativen Lösungen für ihre Portfolios suchen. Die Initiative kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Banken und Private-Credit-Anbieter zunehmend um denselben Mandantenstamm konkurrieren.




