BUJ eröffnet Außenposten in Brüssel

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April 1, 2026
02.04.2026
2 Minuten Lesezeit

Der Verband der Unternehmensjuristen will näher an die EU-Gesetzgebung rücken. Ein erfahrener Lobbyist übernimmt die Leitung.

Neue Adresse an der Schaltzentrale

Der Bundesverband der Unternehmensjuristen hat sich in Brüssel eingemietet. Zum 1. April 2026 öffnete die neue Repräsentanz ihre Türen. Der BUJ will damit die Distanz zur europäischen Gesetzgebung verringern, die Geschäftsführer Patrick Otto als bisherige Schwachstelle bezeichnet. Künftig sitzt der Verband dort, wo Richtlinien und Verordnungen entstehen.

Netzwerker an der Spitze

Die Leitung übernimmt Jan Bremer. Der Mann bringt Erfahrung mit: Über Jahre hinweg führte er das EU-Verbindungsbüro des Deutschen Aktieninstituts und knüpfte dabei ein dichtes Kontaktnetz in den Institutionen. Für den BUJ bedeutet das einen Schnellstart ohne Anlaufzeit. Bremer kennt die Flure der Kommission, die Eigenheiten des Parlaments und die Taktung der Gesetzgebungsverfahren.

Anschluss an europäischen Dachverband

Parallel zum Büro in Belgien hat der BUJ seine internationale Vernetzung ausgebaut. Im März trat der Verband der European Company Lawyers Association bei. Der Dachverband bündelt 25 nationale Organisationen mit zusammen mehr als 78.000 Unternehmensjuristen. Bislang war aus Deutschland nur der Deutsche Anwaltverein mit seiner Arbeitsgemeinschaft der Syndikusanwälte vertreten. Der BUJ schließt damit eine Lücke und verschafft sich Gehör auf europäischer Ebene.

Signal an die Mitglieder

Mit dem Doppelschlag positioniert sich der Verband neu. Die Interessen der Unternehmensjuristen sollen künftig früher in den Gesetzgebungsprozess einfließen. Für die Mitglieder bedeutet das: kürzere Wege nach Brüssel und eine stärkere Stimme bei Themen, die ihren Berufsalltag prägen.