Das börsennotierte Krebsmedizin-Unternehmen trennt sich von Ernst & Young und vertraut künftig auf PricewaterhouseCoopers. Der Wechsel wurde am 12. Juni wirksam.
Der Prüfungsausschuss von Coherus Oncology hat Ernst & Young als Wirtschaftsprüfer abberufen und PwC für das laufende Geschäftsjahr 2026 bestellt. Wie in solchen Fällen üblich, betont das an der Nasdaq notierte Unternehmen ausdrücklich, dass es weder Meinungsverschiedenheiten noch Beanstandungen gegeben habe. Die Berichte von Ernst & Young für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 enthielten keine Versagungsvermerke oder Einschränkungen.
Eine Besonderheit erwähnt die Einreichung bei der US-Börsenaufsicht SEC trotzdem. Für das Jahr 2024 hatte das Unternehmen eine wesentliche Schwachstelle im internen Kontrollsystem gemeldet, die sich auf die Dokumentation und Überprüfung bestimmter Abstimmungen von Lagerbeständen bezog. Nach Angaben des Managements wurde dieses Problem behoben und die internen Kontrollen waren zum Jahresende 2025 wieder wirksam.
Vor der Beauftragung gab es nach Darstellung des Unternehmens keine Konsultationen mit PwC zu Bilanzierungsfragen oder Prüfungsmethoden. Damit ist eine mögliche Unabhängigkeitsfrage adressiert. Ein Schreiben von Ernst & Young an die SEC bestätigt die Darstellung des Unternehmens zur Beendigung des Mandats.
Der Prüferwechsel fällt in eine herausfordernde Phase. Im ersten Quartal 2026 verfehlte Coherus die Umsatzprognosen um knapp 15 Prozent und erreichte lediglich 12,31 Millionen Dollar. Der Verlust je Aktie entsprach mit minus 0,25 Dollar den Markterwartungen.




