Die Strategie- und Transaktionsberatung verstärkt ihre deutsche Führungsriege gezielt in genau den Feldern, die über die Transformationsfähigkeit ihrer Mandanten entscheiden.
Zum 1. September hat EY-Parthenon in Deutschland gleich drei neue Partner gewonnen, nämlich Axel Rink, Florian Eineder und Jan Scherpinski. Die Auswahl ist kein Zufall, denn ihre Schwerpunkte decken drei Wachstumsthemen ab, die für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen zunehmend zentral werden: Finanzierung und M&A, operative Wertsteigerung sowie künstliche Intelligenz.
Rink blickt auf gut zwanzig Jahre zurück, in denen er Firmen bei der Beschaffung von Kapital, bei Zusammenschlüssen und in finanziellen Schieflagen begleitet hat. Seine Mandanten reichen vom Börsenkonzern über das Familienunternehmen bis zum Beteiligungsinvestor, die er in jeder Phase eines Kredits berät, vom Wachstumsdarlehen bis zur Umschuldung. Vor dem Wechsel stand er beim Bankhaus ODDO BHF an der Spitze des Finanzierungsberatungsgeschäfts im deutschsprachigen Raum. Eineder wiederum kümmert sich um die Steigerung des Unternehmenswerts, indem er verborgene Potenziale bei Einkauf, Kosten und Wertschöpfung hebt. Charakteristisch ist seine Mischung aus Beratung und eigener Führungspraxis, unter anderem als früherer Einkaufschef von Erdinger Weißbräu und zuletzt als Partner bei H&Z. Scherpinski schließlich verantwortet das Feld der künstlichen Intelligenz und der datengetriebenen Neuausrichtung. Er zeigt Vorständen und Digitalverantwortlichen, wie sich KI nicht nur einführen, sondern in Prozesse und Geschäftsmodelle einweben lässt, gestützt auf zwölf Jahre bei Häusern wie Deloitte, MHP und Schindler.
Auffällig an dem Dreierzugang ist die Bündelung. Statt eine einzelne Lücke zu schließen, besetzt EY-Parthenon drei Disziplinen zugleich, die in der Beratung sonst oft getrennt laufen, nämlich die Kapitalseite, die operative Ergebnisverbesserung und die Technologie. Dahinter steht eine These, die das Haus offen vertritt: Der Wert von KI entstehe nicht durch die Technik selbst, sondern erst im Zusammenspiel mit einem klugen Kapitaleinsatz und einer gesteigerten operativen Leistung. Wer Transformationsmandate gewinnen will, muss diese drei Hebel gemeinsam anbieten können, weil Mandanten ihre Geschäftsmodelle in immer engeren Takten anpassen müssen. Die Personalie ist damit weniger eine Reihe von Einzelverpflichtungen als ein strategisches Signal, mit dem sich die Beratung im umkämpften deutschen Markt als Adresse für ebenjene verzahnten Transformationsfragen zu positionieren versucht.




