Der Verwaltungsrat verlängert die Amtszeit des CEO über April 2027 hinaus. Grund ist der andauernde Streit mit dem Bund über schärfere Regulierung.
Ursprünglich sollte Sergio Ermotti nach Abschluss der Credit-Suisse-Integration zurücktreten. Dieser Zeitpunkt wäre Ende 2026 erreicht gewesen. Die Arbeiten verlaufen planmäßig, selbst bei der komplexen Datenmigration macht die UBS Fortschritte. Dennoch will der Verwaltungsrat die Nachfolgeregelung verschieben, wie die NZZ unter Berufung auf informierte Personen berichtet. Ermotti soll über April 2027 hinaus im Amt bleiben.
Im Verwaltungsrat um Präsident Colm Kelleher hat sich die Einschätzung durchgesetzt, dass der 65-jährige Tessiner der richtige Mann ist, um den Konflikt mit dem Bund über neue Eigenkapitalvorschriften zu Ende zu führen. Die Schweizer Regierung erwägt nach dem Untergang der Credit Suisse strengere Auflagen für die einzig verbliebene Großbank. Die UBS wehrt sich gegen ein „zu enges regulatorisches Korsett“.
Bereits im Januar hatte die Financial Times unter Berufung auf informierte Kreise gemeldet, Ermotti plane seinen Rücktritt für April 2027. Auch diese Meldung war nicht offiziell bestätigt worden.




