Mit Klaus Haberfehlner rückt ein Mann an die Spitze der Strategieberatung, der gleich mehrere Welten kennt. Der 44-Jährige verbindet Erfahrungen aus Konzern und Beraterhaus und steuert künftig eines der wichtigsten Standbeine der Prüfungsgesellschaft im Land.
Wer ab dem ersten Juli für die Sparte Strategy & Transactions bei EY in Österreich verantwortlich ist, steht fest. Klaus Haberfehlner übernimmt die Leitung dieses Geschäftsbereichs und ist damit zugleich oberster Verantwortlicher für die Marke EY-Parthenon im Land. Unter diesem Namen tritt die Gesellschaft auf, wenn es um anspruchsvolle Strategieberatung geht.
Der neue Bereichschef ist im Konzern schon länger unterwegs. Bislang arbeitete er als Partner und hatte parallel eine Aufgabe übernommen, die weit über die Grenzen Österreichs hinausgeht: die europäische Leitung für den Sektor Industrieerzeugnisse. Damit kennt er die Anforderungen großer Mandanten aus erster Hand. Diese Vernetzung dürfte ihm helfen, wenn er in seiner erweiterten Rolle internationale Projekte koordiniert.
Die Themen, mit denen Haberfehlner sich künftig auseinandersetzt, sind breit gestreut. Mandanten erwarten Beratung, wenn sie expandieren, sich umbauen oder schwierige Phasen durchstehen müssen. Auch bei Übernahmen oder dem Verkauf einzelner Sparten sind seine Leute gefragt. Hinzu kommt die Begleitung von Programmen, die den Wert eines Unternehmens steigern sollen.
Ungewöhnlich an Haberfehlners Profil ist der Mix aus Innen- und Außenperspektive. Vor seinem Einstieg bei EY saß er in der Geschäftsleitung der Merkur-Gruppe, einem österreichischen Non-Food-Händler. Diese Phase verschaffte ihm Einblick in das alltägliche Steuern eines Konzerns. Davor hatte er bei der Strategieberatung Roland Berger Mandanten von außen betrachtet. Wer beide Seiten kennt, kann beratungsfremde Reflexe oft besser nachvollziehen.
Akademisch begann seine Laufbahn an der Wirtschaftsuniversität Wien mit einem Studium der Betriebswirtschaftslehre. Ergänzt wurde das durch eine Phase an der University of Technology in Sydney. Der Schritt ans andere Ende der Welt prägt vermutlich bis heute den Blick des Managers, der nun eine Sparte führt, in der internationale Vergleiche zum Tagesgeschäft gehören.




