Der Druckmaschinenbauer gründet mit einem US-israelischen Partner ein Joint Venture für Drohnenabwehr. Die Aktie springt zweistellig.
Heidelberger Druckmaschinen sucht sein Heil abseits des angestammten Geschäfts. Gemeinsam mit Ondas Autonomous Systems plant das Unternehmen den Aufbau eines Gemeinschaftsunternehmens für autonome Abwehrsysteme gegen Drohnen. Die Heidelberger halten 49 Prozent, die Amerikaner mit israelischen Wurzeln den Rest. Grünes Licht von den Behörden fehlt noch. Das Gemeinschaftsunternehmen soll Ondas-Produkte zunächst in Deutschland und der Ukraine an den Mann bringen. Weitere europäische Länder sollen folgen. Die Pläne gehen weiter: Entwicklung vor Ort, lokale Montage, perspektivisch Serienfertigung mit europäischen Zulieferern.
An der Börse löste die Meldung einen Kurssprung von mehr als zehn Prozent aus. Ähnliche Euphorie gab es im Sommer nach der Vincorion-Partnerschaft. Damals verdreifachte sich der Wert fast, bevor die Ernüchterung kam und das Papier wieder absackte. Schwankungen gehören bei Heideldruck zum Alltag. Vor drei Jahren notierte die Aktie über drei Euro, vor zwei Jahren zeitweise unter einem. Mit rund 440 Millionen Euro Marktkapitalisierung zählt das Unternehmen zu den Zwergen im SDax. Das klassische Geschäft mit Druckmaschinen schrumpft seit Jahren. Rüstung verspricht Wachstum, verlangt aber Expertise, die erst aufgebaut werden muss.




