PwC-Chef droht KI-Verweigerern mit Rauswurf

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March 23, 2026
23.03.2026
2 Minuten Lesezeit

Wer sich der Technologie verschließt, hat laut Paul Griggs keine Zukunft im Unternehmen. Gleichzeitig denkt die Beratung über neue Abrechnungsmodelle nach.

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Die Schonfrist ist vorbei. Paul Griggs, Chef von PwC in den USA, hat der Belegschaft die Leviten gelesen. Gegenüber der Financial Times stellte er klar: Wer meint, um künstliche Intelligenz herumzukommen, irrt sich. Solche Mitarbeiter hätten keine Zukunft im Unternehmen. Auch auf Führungsebene soll durchgegriffen werden. Manager, die KI nicht ganz oben auf ihre Prioritätenliste setzen, sollen Platz machen für Leute mit mehr Begeisterung für die Technologie.

Abschied von der Stoppuhr

Nicht nur die Arbeitsweise ändert sich, auch die Abrechnung. PwC denkt über Abonnements statt Stundenhonorare nach. Wenn Maschinen erledigen, wofür Menschen früher Tage brauchten, ergibt die klassische Zeiterfassung wenig Sinn. Pauschalen für KI-gestützte Steuer- und Beratungspakete könnten das alte Modell ablösen.

Wettbewerber ziehen nach

Auch anderswo wächst der Druck. Accenture hat kürzlich intern verkündet, dass regelmäßige KI-Nutzung Voraussetzung für Beförderungen wird. Die Nutzung wird getrackt. Die Branche experimentiert, wie viel Zwang nötig ist, um die Technologie in den Alltag zu bringen.

Harte Zahlen, softe Ergebnisse

Die Versprechen der KI-Anbieter stoßen auf ernüchternde Realität. Eine PwC-Erhebung unter mehr als 4.400 Führungskräften weltweit zeigt: Über die Hälfte der Unternehmen hat bislang weder mehr eingenommen noch weniger ausgegeben. Deloitte meldet Ähnliches: Nur ein Fünftel derer, die auf Umsatzwachstum durch KI setzten, konnte es auch belegen. Die Berater halten dennoch dagegen: Der wahre Wert liege in strategischer Differenzierung, nicht in schnellen Einsparungen.