Hogan Lovells begleitet Smart-Meter-Finanzierung für Start-up

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March 19, 2026
20.03.2026
2 Minuten Lesezeit

Die Kanzlei berät SpotMyEnergy bei einer neuartigen Kooperation. Das Kölner Unternehmen setzt auf ein Finanzierungsmodell aus Großbritannien.

Import aus dem Königreich

Was in Großbritannien längst funktioniert, soll jetzt auch hierzulande klappen. SpotMyEnergy setzt auf das sogenannte MAP-Modell, bei dem spezialisierte Finanzierer die Stromzähler als Vermögenswerte halten und Messstellenbetreibern überlassen. Diese müssen nicht selbst investieren, bekommen aber moderne Technik. In Deutschland ist dieser Ansatz noch exotisch. Die Idee klingt simpel, steckt aber voller Tücken. Intelligente Zähler kosten Geld, der Einbau ist aufwendig, die Regulierung komplex. Viele Betreiber zögern deshalb mit der Modernisierung. Wenn externe Geldgeber einspringen und die Hardware finanzieren, fällt eine Hürde weg. Der Zähler wird zum Asset, die Bilanz bleibt sauber.

Frankfurter Team am Steuer

Hogan Lovells hat die rechtlichen Fäden zusammengeführt. Dietmar Helms leitete das Mandat aus Frankfurt. Florian Putzka steuerte kapitalmarktrechtliche Expertise aus Dubai bei, Florian-Alexander Wesche aus Düsseldorf kümmerte sich um die energierechtlichen Vertragsdetails: eine Transaktion, die mehrere Rechtsgebiete berührt. SpotMyEnergy positioniert sich in einer Nische mit Wachstumspotenzial. Der Smart-Meter-Rollout in Deutschland gilt als überfällig. Wer die Finanzierungsfrage löst, kann davon profitieren. Ob sich das britische Modell durchsetzt, bleibt abzuwarten. Das Kölner Start-up hat zumindest einen Weg gefunden, der Aufmerksamkeit verdient.