Wenn ein italienischer Energiekonzern in vier Ländern gleichzeitig zuschlägt, wird Rechtsberatung zur Choreografie. Beim Erwerb der Oil-Tankstellen durch Enilive Deutschland arbeiten auf Käufer- wie Verkäuferseite jeweils drei Kanzleien parallel, koordiniert von zwei Lead Counseln.
Als Lead Counsel für Eni und die Tochter Enilive fungiert Jones Day unter Federführung des Frankfurter Partners Markus Ledwina, für den es zugleich das erste Enilive-Mandat in Deutschland ist. Die arbeitsrechtlichen Fragestellungen betreut ein Team von Clifford Chance rund um Sebastian Ritz. Für die lokal-rechtlichen Aspekte in Dänemark ist die Kanzlei Plesner mandatiert, in der Schweiz Schellenberg Wittmer. Auf Inhouse-Seite steuern Federica Andreoni, Claudio Segna und Pietro Stella das Vorgehen des Eni-Konzerns.
Auf Seiten des britischen Verkäufers Prax übernimmt Simpson Thacher & Bartlett unter Toby Smyth die Rolle des Lead Counsel. Ergänzt wird das Team von Hengeler Mueller in Deutschland mit den Partnern Tobias Schneiders, Jens Wenzel und Arvid Morawe.
Vorbehaltlich der wettbewerbsrechtlichen Freigabe übernimmt Enilive Deutschland rund 320 Tankstellen in Deutschland, Dänemark, Österreich und der Schweiz, die zuvor von der Oil! Tankstellen GmbH betrieben wurden. Damit erweitert Eni sein europäisches Netz von aktuell rund 5.300 Standorten. Die finanziellen Konditionen der Transaktion wurden nicht öffentlich gemacht. Die übernommenen Standorte sollen schrittweise in das bestehende Enilive-Netzwerk integriert und dort unter der Konzernmarke weitergeführt werden.




