Latham finanziert Expansion der Stockmeier-Gruppe

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March 12, 2026
13.03.2026
2 Minuten Lesezeit

Die Kanzlei berät UniCredit bei einem Kreditpaket für den Chemie-Spezialisten. Die Mittel fließen in eine Übernahme und lösen bestehende Verbindlichkeiten ab.

Chemieunternehmen greift zu

Die Stockmeier-Gruppe holt sich frisches Kapital für ihren Wachstumskurs. Das Unternehmen, das in Vertrieb, Herstellung und Services für chemische Produkte tätig ist, hat eine umfangreiche Finanzierung abgeschlossen. Latham & Watkins stand der UniCredit Bank bei der Strukturierung des Konsortialkredits zur Seite. Die Finanzierung besteht aus zwei Elementen. Ein Teil ersetzt die bisherige revolvierende Kreditlinie vollständig. Der andere Teil stellt neue Mittel für eine geplante Akquisition bereit. Stockmeier will ein international aufgestelltes Unternehmen mit Hauptsitz in den Niederlanden übernehmen. Das Ziel betreibt Produktionsstätten sowohl im Heimatmarkt als auch in den Vereinigten Staaten.

UniCredit übernimmt Orchestrierung

Die Münchner Bank spielte bei der Transaktion eine zentrale Rolle. Sie zeichnete das Kreditpaket allein, koordinierte die Strukturierung und führte das Orderbuch. Darüber hinaus übernahm UniCredit die Dokumentation und trat als ursprünglicher Darlehensgeber auf. Diese Bündelung von Funktionen beschleunigt die Abwicklung und reduziert Abstimmungsaufwand. Neben der Akquisitionsfinanzierung soll das Paket auch Spielraum für weitere strategische Schritte bieten. Stockmeier hält sich damit Optionen offen, ohne erneut an den Kapitalmarkt herantreten zu müssen. Details zur Höhe der Gesamtfinanzierung oder zum Kaufpreis des Übernahmeziels blieben unter Verschluss.

Standortübergreifendes Team

Latham & Watkins setzte Spezialisten aus zwei deutschen Büros ein. Alexandra Hagelüken, Partnerin für Finanzierungsrecht in Frankfurt, leitete das Mandat gemeinsam mit Anna-Maria Kuckerz aus Hamburg. Dilek Bektas ergänzte das Team als Legal Analyst vom Frankfurter Standort. Die Transaktion reiht sich in eine Serie von Zukäufen im Chemiesektor ein. Händler und Produzenten von Spezialchemikalien konsolidieren ihre Märkte und bauen internationale Präsenz auf. Finanzierungen wie diese ermöglichen solche Schritte, ohne die Eigenkapitalbasis zu belasten.