Das M&A-Volumen in Deutschland hat sich 2026 bis dato nahezu verdreifacht. Treiber sind Megadeals, mehr Private-Equity-Exits und ein markanter Anstieg von Public-to-Private-Transaktionen.
Das globale M&A-Volumen legte in den ersten fünf Monaten 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 43 Prozent auf 2,2 Billionen US-Dollar zu; in Europa betrug der Zuwachs 60 Prozent auf 772 Milliarden US-Dollar. Deutschland sticht dabei besonders hervor: Das Volumen stieg um 180 Prozent auf 125 Milliarden US-Dollar und erhöhte den deutschen Anteil am europäischen M&A-Markt von 9 auf 16 Prozent. Treiber sind laut Christopher Droege, M&A-Chef von Goldman Sachs in Deutschland und Österreich, vor allem wenige sehr große Transaktionen wie die geplante 34-Milliarden-Dollar-Übernahme von TK Elevator durch den finnischen Wettbewerber Kone sowie der avisierte Kauf der Commerzbank durch UniCredit im Wert von 27,8 Milliarden US-Dollar.
Bei Private-Equity-Firmen gab es in Europa seit Jahresbeginn 2025 mehr Verkäufe als neue Investments, angetrieben durch den anhaltenden Ausschüttungsdruck von Limited Partners; das M&A-Volumen mit Beteiligung von Finanzinvestoren hat sich mit einem Plus von 91 Prozent nahezu verdoppelt. Besonders ausgeprägt ist der Anstieg von Public-to-Private-Transaktionen: Droege beobachtet ein Plus von 170 Prozent gegenüber dem Vorjahr, getrieben durch Transaktionen wie EQTs 14,5-Milliarden-Dollar-Übernahme von Intertek sowie CVC und GBLs 11-Milliarden-Euro-Offerte für Recordati. Für das zweite Halbjahr erwartet Goldman Sachs eine stark auf PE-Exits gewichtete Verkäuferpipeline; zu den erwarteten großen Transaktionen gehört der mögliche Verkauf der VW-Schiffsmotorentochter Everllence, deren Wert von Marktteilnehmern bei rund 8 Milliarden Euro eingeschätzt wird.




