München will Europas größten Start-up-Campus werden

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May 28, 2026
28.05.2026
3 Minuten Lesezeit

Das Werk1 am Münchner Ostbahnhof verfolgt eine klare Wachstumsagenda: Aus Deutschlands größtem digitalen Gründerzentrum soll Europas bedeutendster Start-up-Campus entstehen. Geschäftsführer Dr. Robert R. Richter erklärt, wie KI, Hub-and-Spoke-Strukturen und internationale Kooperationsmodelle diesen Weg ebnen sollen.

Vom Gründerzentrum zur Scale-up-Plattform

Das Werk1 am Münchner Ostbahnhof ist mit seinem Mix aus Coworking, Coliving und Eventspace seit 2013 ein zentraler Anlaufpunkt der digitalen Gründungsszene. Geschäftsführer Dr. Robert R. Richter formuliert eine klare Wachstumsvision: Das Werk1 soll gemeinsam mit Enablern und Ökosystem-Playern zum größten Start-up-Campus Europas im Werksviertel ausgebaut werden.

Das erklärte Ziel ist, München dauerhaft als Scale-up-City zu etablieren, mit mehr internationalem Kapital, weniger Abwanderung und stärkerer Wertschöpfung für Bayern, Deutschland und Europa. Gründerzentren müssen dafür laut Richter mehr sein als Fläche. Sie müssen funktionierende Ökosysteme sein, in denen Gründer sofort Zugang zu Mentoren, Investoren, Corporate-Partnern und Kapital finden.

KI als Produktivitätshebel und Hub-and-Spoke als Systemarchitektur

Das Gründerzentrum der Zukunft denkt Richter als hybride Plattform: physisch für Community, Matchings und MVP-Testing, digital für den skalierbaren Zugang zu Programmen, Experten und Talenten. Künstliche Intelligenz wirkt dabei als Produktivitätshebel, bei Matching-Prozessen zwischen Start-ups, Corporates und Investoren, bei der Qualifizierung über Trainings und Mentoring sowie beim Wissenstransfer in internen Betriebsprozessen.

Strukturell spricht sich Richter für Hub-and-Spoke-Systeme aus: Große Metropolhubs übernehmen Programme, Infrastruktur und internationale Anziehungskraft, während regionale Zentren als Spokes für lokale Talente und Vorgründung fungieren. Damit entstehen Economies of Scale und Scope mit weniger Doppelstrukturen und mehr Schlagkraft. Als Vorbilder nennt Richter die Station F in Paris sowie Sandbox-Modelle aus London und Singapur, wo Regulierung und Innovation gemeinsam gedacht werden.

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