Die Bundesregierung muss ihren Anteil an der ehemaligen Gazprom-Tochter Sefe bis 2028 auf maximal 25 Prozent plus eine Aktie reduzieren. CEO Egbert Laege kündigt zunächst eine Kapitalerhöhung an.
Securing Energy for Europe (Sefe) wurde 2022 nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine verstaatlicht. EU-rechtliche Vorgaben verlangen nun, dass der Bund seinen Anteil bis 2028 auf maximal 25 Prozent plus eine Aktie reduziert. CEO Egbert Laege räumte in einem Interview mit der Financial Times ein, dass ein Börsengang angesichts des engen Zeitrahmens schwierig werden könnte. Die finale Entscheidung über den Privatisierungsweg liege jedoch bei der Bundesregierung.
Vor einer Beteiligungsveräußerung plant Sefe eine Kapitalerhöhung im Volumen von 1,5 bis 2,0 Milliarden Euro, mit der der Ausbau des Infrastrukturgeschäfts finanziert werden soll. Anschließend sind verschiedene Exit-Optionen denkbar: Verkauf, Börsengang oder andere Strukturen. Laege zufolge hat der Iran-Krieg und die eingeschränkten Gaslieferungen aus dem Nahen Osten den Privatisierungsprozess zusätzlich beschleunigt. Sefe betreibt rund 4.200 Kilometer Gasnetz und stellt damit etwa zehn Prozent der deutschen Gasinfrastruktur.




