Auf der Hannover Messe verkünden der Automatisierungsspezialist und die Beratungsgesellschaft ein Bündnis, das Industriekunden den Sprung in die vollvernetzte Produktion erleichtern soll.
Zwei Schwergewichte tun sich zusammen: Schneider Electric und Deloitte haben auf der weltweit wichtigsten Industriemesse eine Zusammenarbeit besiegelt. Der Gedanke dahinter: Viele Fertigungsbetriebe kämpfen mit in die Jahre gekommenen Anlagen und fragmentierten IT-Landschaften. Die neue Partnerschaft will genau hier ansetzen. Deloitte bringt Transformations-Know-how ein, Schneider steuert Hardware und Software für vernetzte Produktionsumgebungen bei. Als technologisches Rückgrat dient die Plattform IndustryAdvantage, die Fertigungslinien befähigen soll, sich selbstständig an wechselnde Anforderungen anzupassen.
Der französische Konzern nutzt die Messe auch, um seine KI-Ambitionen zu untermauern. Gemeinsam mit Microsoft entstand ein digitaler Helfer für Konstrukteure, der Entwicklungszyklen angeblich um die Hälfte verkürzen kann. Rechenkapazität liefern Vereinbarungen mit Dell, HPE und Amazons Cloud-Sparte. Schneider wandelt sich damit vom klassischen Ausrüster zum Orchestrator vernetzter Industriesysteme.
Die Kapitalmärkte quittieren den eingeschlagenen Kurs mit Wohlwollen. Innerhalb eines Monats legte die Aktie zweistellig zu und notiert unweit ihres Allzeithochs. Ein minimaler Rücksetzer am Messetag unterbricht die Aufwärtsbewegung nur kurz. Zusätzliche Fantasie weckt das Engagement bei klimafreundlicher Infrastruktur: Eine neue Generation von Schaltanlagen kommt ohne das Treibhausgas SF6 aus und adressiert damit den Bedarf an nachhaltigen Stromnetzen.




