Die österreichische Bank übernimmt die Garanti BBVA Group für 591 Millionen Euro. Der Deal soll Raiffeisen zur Nummer drei im Land machen.
Raiffeisen Bank International greift in Rumänien zu. Das Ziel: die Garanti BBVA Group Romania samt ihrer Leasingsparte Motoractive. Verkäufer sind argentinische Gesellschaften der spanischen Großbank BBVA, die sich aus dem rumänischen Markt zurückzieht. Der Kaufpreis beträgt 591 Millionen Euro. Schönherr stand der Käuferin zur Seite, die Partner Matei Florea und Mădălina Neagu aus Bukarest führten das Team. Juristen aus den Bereichen Bankrecht, Unternehmenskäufe und Wettbewerbsrecht arbeiteten Hand in Hand, um die komplexe Transaktion über die Ziellinie zu bringen.
Der Zukauf verschiebt die Kräfteverhältnisse im rumänischen Bankensektor. Raiffeisens Tochter vor Ort verwaltet derzeit Vermögenswerte von 17,5 Milliarden Euro und betreut rund 2,3 Millionen Kunden. Garanti bringt weitere vier Milliarden Euro mit und hält etwa zwei Prozent Marktanteil. Zusammengerechnet entsteht die drittgrößte Bank des Landes, gemessen an den Zahlen vom ersten Halbjahr 2025. Für Raiffeisen bedeutet das mehr Gewicht in einem Markt, der seit Jahren wächst und Potenzial für weitere Expansion verspricht.
Der Vertrag ist unterschrieben, doch bis zum Vollzug vergeht noch Zeit. Aufsichtsbehörden müssen grünes Licht geben, Fusionskontrolle und Investitionsprüfungen stehen an. Partnerin Georgiana Bădescu koordiniert diese Verfahren bei Schönherr, unterstützt von weiteren Kollegen. Ende 2026 soll alles unter Dach und Fach sein. Für Raiffeisen ist der Deal Teil einer größeren Strategie, die auf Wachstum in Zentral- und Osteuropa setzt und die Position in der Region festigen soll.




