Serie A zapft Private Equity an: Apollo, CVC und Ares im Rennen

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April 9, 2026
10.04.2026
2 Minuten Lesezeit

Die finanzschwächste der großen europäischen Fußballligen sucht frisches Kapital: Apollo, CVC, Ares und Sixth Street prüfen eine Beteiligung am internationalen Medienrechtsgeschäft der Serie A mit rund 293 Millionen US-Dollar Jahresumsatz.

Revenue-Sharing-Modell als Investitionsstruktur

Apollo, CVC, Ares und Sixth Street werden als potenzielle Minderheitsinvestoren für das internationale Medienrechtsgeschäft der Serie A geprüft. Das vorgesehene Transaktionsmodell sieht eine mehrjährige Partnerschaft vor: Investoren erhalten im Austausch für Vorabkapital eine Beteiligung an künftigen Umsätzen, einschließlich Sponsoring-Einnahmen und internationaler Veranstaltungsformate wie Übersee-Supercup-Partien. JP Morgan begleitet den Prozess als Berater; eine formale Auktion soll noch in diesem Monat starten. Die internationale Medienrechtseinheit generiert derzeit rund 293 Millionen US-Dollar Jahresumsatz, deutlich unter den Vergleichswerten der Premier League oder LaLiga.

Zweiter Anlauf nach gescheitertem Inlandsrechte-Prozess

Ein früherer Versuch der Serie A, eine Beteiligung an ihrem Inlandsmedienrechtsgeschäft zu veräußern, scheiterte am mangelnden Rückhalt der Clubs. Mit dem Fokus auf das internationale Segment verfolgt die Liga nun einen Ansatz, der in anderen europäischen Fußballwettbewerben bereits erfolgreich umgesetzt wurde. Private-Equity-Investitionen in Medienrechtestrukturen haben sich zuletzt als attraktives Modell zur Monetarisierung langfristiger Nutzungsrechte etabliert und bieten institutionellen Investoren planbare Cashflows bei gleichzeitig begrenztem operativem Risiko.