Der US-amerikanische PE-Investor Sycamore Partners hat erste Sondierungsgespräche über eine mögliche Börsennotierung von Boots geführt und damit den Startschuss für einen potenziellen Milliarden-Exit gegeben.
Sycamore Partners prüft eine mögliche Börsennotierung von Boots an der Londoner Börse, frühstens für das Jahr 2027. Bereits 2022 hatte der PE-Investor einen Verkaufsprozess für die britische Apothekenkette eingeleitet, diesen jedoch angesichts der damaligen Marktvolatilität eingestellt. Damals wurde das Unternehmen mit einem Wert zwischen 6 und 8 Mrd. Pfund bewertet, was zum heutigen Wechselkurs rund 8,1 bis 10,8 Mrd. US-Dollar entspricht. Sycamore hatte Boots im Rahmen seines Take-private von Walgreens Boots Alliance zu einem Transaktionswert von rund 10 Mrd. US-Dollar erworben und seitdem als eigenständiges Unternehmen geführt. Der italienische Milliardär Stefano Pessina und seine Familie haben sich dabei als Reinvestoren beteiligt.
Sycamore hat Berater damit beauftragt, Wachstumspotenziale im Bereich Beauty und Wellness zu analysieren. Ein Trade Sale ist laut informierten Kreisen nicht ausgeschlossen, da PE-Interesse an dem Unternehmen bestehe. Boots betreibt mehr als 1.800 Filialen in Großbritannien und bietet Apothekendienstleistungen, NHS-finanzierte Apothekenleistungen sowie ein Portfolio an Gesundheits- und Beautyprodukten mit Marken wie No7 und Soap & Glory an. NHS-Apothekendienstleistungen bilden eine Kernkomponente der Ertragsbasis. Weder Sycamore noch Boots kommentierten die Berichte.




