Trotz eines von Zinsunsicherheit, Zöllen und KI-Dynamik geprägten Umfelds zeigt der US-amerikanische Buyout-Markt klare Erholungszeichen. Das belegt eine neue Analyse von Preqin mit Blick auf 2025 und die Aussichten für 2026.
Das aggregierte Transaktionsvolumen im US-Buyout-Markt kletterte 2025 auf 376 Milliarden Dollar, ein Plus von über 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Prägend waren vor allem mehrere Großtransaktionen: Allen voran die 55 Milliarden Dollar schwere Übernahme von EA Sports durch ein Konsortium aus Affinity Partners, dem Public Investment Fund und Silver Lake im September 2025. Ebenfalls in die Top-Deals des Jahres reihten sich die Privatisierung von Walgreens Boots Alliance durch Sycamore Partners für 23,7 Milliarden Dollar sowie die Übernahme von Hologic durch GIC, TPG, Blackstone und die Abu Dhabi Investment Authority für 18,3 Milliarden Dollar ein. Der durchschnittliche Dealwert stieg auf über 100 Millionen Dollar, gegenüber 70 Millionen Dollar im Jahr 2024. Das Fundraising für US-fokussierte Buyout-Fonds erreichte mit 101 Milliarden Dollar zum erst zweiten Mal seit 2015 die dreistellige Milliardenmarke.
Obwohl die Gesamtzahl der Exit-Transaktionen gegenüber dem Vorjahr zurückging, markierte der realisierte Exit-Wert von 263 Milliarden Dollar das stärkste Jahr seit 2021 und lag 5,4 Prozent über dem Dreijahresdurchschnitt. Continuation Funds etablierten sich als strukturelles Instrument zur Liquiditätsschöpfung: Die Anzahl abgeschlossener US-Buyout-fokussierter Continuation Funds wuchs um 20 Prozent, das aufgenommene Kapital verdoppelte sich nahezu auf 24 Milliarden Dollar.
Portfoliounternehmen, die weltweit seit fünf oder mehr Jahren gehalten werden, repräsentieren einen Gesamtwert von 989 Milliarden Dollar. Sola Akinola, Managing Director bei Preqin, einem Teil von BlackRock, bewertet diesen Überhang auch positiv: Viele dieser Unternehmen hätten mehrere Krisenzyklen überstanden und seien heute widerstandsfähiger als zum Zeitpunkt ihrer Übernahme. Sie bildeten damit einen konzentrierten Pool hochwertiger, exitreifer Assets, der den Deal-Zyklus 2026 und darüber hinaus prägen werde.




