Die Prüfungsgesellschaft veröffentlicht ihren Nachhaltigkeitsbericht. Klimaziele, Mitarbeiterzufriedenheit und gesellschaftliches Engagement stehen im Fokus.
BDO Austria schwimmt gegen den Strom. Während manche Unternehmen bei der Nachhaltigkeitsberichterstattung auf das Minimum setzen, orientiert sich die Prüfungsgesellschaft weiterhin an den European Sustainability Reporting Standards. Partner Peter Bartos erklärt die Philosophie: Nachhaltigkeit sei kein Häkchen auf einer Checkliste, sondern gehöre zum Selbstverständnis des Hauses.
Die Klimastrategie trägt ein externes Gütesiegel. Die Science Based Targets Initiative hat den Pfad von BDO Austria validiert und bestätigt, dass er mit dem 1,5-Grad-Ziel kompatibel ist. Bis Ende des Jahrzehnts sollen die Treibhausgasemissionen um 42 Prozent sinken, bis zur Jahrhundertmitte um 90 Prozent. Was danach noch anfällt, will das Unternehmen weiter drücken, statt mit Zertifikaten aufzuwiegen.
Über 1.200 Menschen arbeiten für BDO Austria. Eine interne Befragung liefert gemischte Signale: Teamgeist und Führungsqualität schneiden gut ab, Zeitdruck und Arbeitslast bleiben Dauerbrenner. Die Gesellschaft reagiert mit besserer Einsatzplanung, Gesundheitsangeboten und flexibleren Arbeitsmodellen.
Mitarbeiter dürfen bezahlte Arbeitszeit für gemeinnützige Projekte einsetzen. Im vergangenen Jahr standen dafür 5.000 Stunden bereit. Kooperationen reichen von Bildungsinitiativen bis zur Caritas Wien. Ein internes Frauennetzwerk will Karrierewege öffnen und Barrieren abbauen.




