Der US-Beratungsmarkt bekommt eine neue Nummer fünf. Mit dem angekündigten Zusammenschluss von Grant Thornton Advisors und CBIZ entsteht ein Herausforderer gegenüber Deloitte, EY, KPMG und PwC, in Dimensionen, wie es sie im professionellen Dienstleistungssegment seit mehr als 25 Jahren nicht mehr gegeben hat.
Die neue Nummer fünf am US-Markt wird auf jährliche Erlöse in der Größenordnung von 7,5 Milliarden Dollar kommen, davon der Löwenanteil aus dem heimischen Geschäft, und rund 34.500 Berufsangehörige beschäftigen, verteilt über gut zwanzig Länder. Getrieben wird die Bewegung durch den Finanzinvestor New Mountain Capital, der Grant Thornton bereits vor gut einem Jahr mit Kapital ausstattete und seine Beteiligung nun weiter ausbaut. Zusätzlich soll die Leistungs- und Versicherungssparte des CBIZ-Portfolios nach Vollzug in eine eigenständige, ebenfalls New-Mountain-nahe Einheit ausgegliedert werden.
Für die Anteilseigner von CBIZ liegt ein Barangebot von 55 Dollar je Papier auf dem Tisch, der Gesamtwert der Transaktion beläuft sich auf fünf Milliarden Dollar. Gegenüber dem gewichteten Durchschnittskurs der vorangegangenen dreißig Handelstage entspricht das einem Aufgeld von knapp mehr als der Hälfte, gegenüber dem letzten Schlusskurs von rund einem Sechstel. Der Verwaltungsrat spricht sich geschlossen dafür aus, bis Ende August besteht dennoch die Option auf Konkurrenzangebote. Vollzug wird für das Schlussquartal 2026 anvisiert.
Grant Thornton wird von der Deutschen Bank finanziell beraten, CBIZ von Goldman Sachs. Die operative Verantwortung tragen Jim Peko als CEO auf Käufer-, Jerry Grisko als CEO auf Verkäuferseite.




