Das Financial Reporting Council untersucht die Bilanzprüfung bei Digital 9 Infrastructure. Der Investmenttrust wird inzwischen abgewickelt.
Die britische Rechnungslegungsaufsicht hat ein Verfahren gegen PwC eröffnet. Im Fokus steht die Prüfung des Jahresabschlusses 2023 beim Investmenttrust Digital 9 Infrastructure. Die Vollstreckungsabteilung des Financial Reporting Council führt die Untersuchung nach den Regeln zur Durchsetzung von Prüfungsstandards. Was genau die Behörde beanstandet, blieb zunächst offen.
Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft reagierte zurückhaltend. Ein Sprecher erklärte, man werde vollumfänglich mit der Aufsicht zusammenarbeiten. Prüfungsqualität habe höchste Priorität, das Unternehmen sei der Erbringung hochwertiger Leistungen verpflichtet. PwC hatte Digital 9 seit dem Börsengang 2021 an der Londoner Börse geprüft und begleitete den Trust durch mehrere turbulente Jahre.
Digital 9 Infrastructure investierte in digitale Infrastruktur wie Rechenzentren und Glasfasernetze. Doch die Renditen enttäuschten, Governance-Fragen kamen hinzu. Anfang 2024 entschied das Management, den Trust aufzulösen. Für Anleger, die auf Wachstum im Digitalsektor gesetzt hatten, endete das Engagement ernüchternd. Die Untersuchung der Aufsicht wirft nun zusätzlich Fragen auf, ob die Prüfung der Bücher den Standards entsprach. Digital 9 äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht.




