Die Neuzulassungen von Stromern stiegen im März um zwei Drittel. Jedes vierte neue Auto fährt inzwischen elektrisch.
Der Elektromarkt erwacht aus dem Winterschlaf. Im März rollten so viele Stromer zu den Händlern wie seit Sommer 2023 nicht mehr. Die Steigerung gegenüber dem Vorjahr beträgt satte 66 Prozent. Wer die Zahlen vom Februar danebenlegt, staunt ebenfalls, denn da waren es nur 43.000 Fahrzeuge. Der Anteil an allen Neuwagen kletterte auf 24 Prozent. Vor einem Jahr fuhr noch nicht einmal jedes fünfte neue Auto elektrisch.
Woher kommt der plötzliche Hunger nach Batteriefahrzeugen? EY vermutet einen Zusammenhang mit der Kaufprämie, die bis zu 6.000 Euro in die Taschen der Käufer spült. Constantin Gall, der für die Beratung den Automobilsektor analysiert, sieht Potenzial für weiteres Wachstum. Ein Viertel aller Neuzulassungen im Gesamtjahr hält er für realistisch. Gleichzeitig warnt er vor voreiligen Schlüssen: Die große Mehrheit der Deutschen bleibe dem Verbrenner treu, trotz steigender Spritpreise und verbesserter Reichweiten bei Elektromodellen.
Insgesamt kamen im März knapp 300.000 Neuwagen auf die Straße, ein Zuwachs von 16 Prozent. Doch Gall mahnt zur Vorsicht. Die Konjunktur lahmt, internationale Krisen belasten die Gemüter, immer mehr Menschen sorgen sich um ihren Arbeitsplatz. Ein Stromer passe für viele schlicht nicht ins Leben, trotz aller Fortschritte bei Ladeinfrastruktur und Technik. Ob der Schwung anhält, bleibt ungewiss.




