Der Wechsel zu verbrauchsbasierten KI-Diensten überfordert viele Systeme. Anbieter verlieren bis zu sieben Prozent ihres Jahresumsatzes.
Die Digitalisierung stellt IT-Dienstleister vor ein Paradox. Während sie Kunden bei der Modernisierung helfen, arbeiten viele intern mit veralteten Abrechnungssystemen. Eine Untersuchung von m3ter und PwC UK fördert Erschreckendes zutage: Knapp zwei Drittel der befragten Softwareanbieter zweifeln an der Zuverlässigkeit ihrer eigenen Rechnungsstellung. Die Ursache liegt im Wandel der Preismodelle. Klassische Abonnements mit festen Beträgen weichen zunehmend nutzungsabhängigen Tarifen, besonders bei KI-gestützten Angeboten. Die bestehende Infrastruktur kommt da nicht mehr mit.
Die Folgen sind teuer. Die Studie beziffert die Einbußen auf vier bis sieben Prozent des wiederkehrenden Jahresumsatzes. Woher stammen die Verluste? Verbrauchsdaten werden unvollständig erfasst, Preisanpassungen landen verspätet im System, manuelle Berechnungen in Tabellenkalkulationen produzieren Fehler. Bei 87 Prozent der Unternehmen hapert es an der Verknüpfung zwischen Abrechnungssoftware und Buchhaltung. Hinzu kommt: Anbieter ändern ihre Preise häufig, die Hälfte der Befragten passte die Konditionen im vergangenen Jahr mindestens zweimal an.
Wer das Problem löst, kann daraus ein Geschäft machen. Experten sehen Potenzial für Beratungsleistungen rund um Verbrauchsanalyse und Finanzsteuerung. Dienstleister, die ihre eigenen Prozesse im Griff haben und Kunden bei der Optimierung unterstützen, dürften künftig die Nase vorn haben.




