Der Energiekonzern will die Erzeugungskapazität auf 65 Gigawatt ausbauen. Der Schwerpunkt liegt auf flexibler Erzeugung in Deutschland und Stromerzeugung in den USA.
RWE hat 2025 erfolgreich abgeschlossen und erreichte die Prognose mit einem bereinigten EBITDA von 5,1 Milliarden Euro und einem bereinigten Nettoergebnis von 1,8 Milliarden. Für die kommenden Jahre stellt der Konzern die Weichen auf Wachstum. Mit einem Investitionsprogramm von 35 Milliarden Euro netto bis 2031 will man neue Erzeugungskapazitäten schaffen. Die installierte Leistung soll um 25 Gigawatt auf rund 65 Gigawatt wachsen. CEO Markus Krebber erklärt: Das bereinigte Ergebnis je Aktie werde bis 2031 von heute 2,48 Euro auf 4,40 Euro wachsen. Die Dividende soll jährlich um zehn Prozent steigen.
RWE will das US-Geschäft stärker ausbauen als bisher und dafür 17 Milliarden Euro netto investieren, knapp die Hälfte des Gesamtvolumens. Die installierte Kapazität in den USA soll von heute 13 Gigawatt auf 22 Gigawatt bis 2031 wachsen. Neben Wind- und Solarkraftanlagen sowie Batteriespeichern umfasst das künftig auch flexible Erzeugung, mit Fokus auf Gas-Spitzenlastkraftwerken. Für Investitionen in flexible Back-up-Kapazitäten und große Batterieprojekte in Deutschland sind neun Milliarden Euro netto vorgesehen. Die Erzeugungskapazität in diesem Bereich soll bis 2031 um sechs Gigawatt wachsen.
RWE setzt bei der Umsetzung gezielt auf Partnerschaften mit internationalen Investoren, um Investitionsrisiken zu begrenzen und den finanziellen Spielraum zu erweitern. Masdar, Norges Bank Investment Management und KKR konnten als Co-Investoren für große Nordsee-Windkraftprojekte gewonnen werden. Durch die Partnerschaft mit Apollo Global Management wurde die Mitfinanzierung des Netzausbauprogramms von Amprion gesichert. Für 2026 erwartet RWE ein bereinigtes EBITDA zwischen 5,2 und 5,8 Milliarden Euro sowie ein bereinigtes Nettoergebnis zwischen 1,55 und 2,05 Milliarden. Für 2027 soll das EBITDA auf 6,2 bis 6,8 Milliarden steigen. Die Dividende für 2025 wird mit 1,20 Euro je Aktie vorgeschlagen, für 2026 soll sie um zehn Prozent auf 1,32 Euro steigen.




