Das Unterhaltungsunternehmen wechselt von KPMG zu Grant Thornton zum Geschäftsjahr 2026. Streitigkeiten mit dem bisherigen Prüfer gab es nicht.
Seaport Entertainment Group hat einen neuen Wirtschaftsprüfer bestellt. Der Prüfungsausschuss des an der New Yorker Börse notierten Unternehmens berief KPMG zum April ab und holte Grant Thornton an Bord. Die neue Gesellschaft soll den Abschluss für das Geschäftsjahr 2026 prüfen. Meinungsverschiedenheiten mit KPMG habe es nicht gegeben, betont das Unternehmen in seiner Mitteilung an die Börsenaufsicht SEC. Auch meldepflichtige Vorfälle seien in der gemeinsamen Zeit nicht aufgetreten.
KPMG hinterließ keine offenen Baustellen. Die Prüfungsberichte für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 enthielten weder Einschränkungen noch Vorbehalte. Fragen zu Bilanzierungsmethoden, Offenlegungspflichten oder dem Umfang der Prüfung blieben aus. Seaport Entertainment bestätigt zudem, vor der Beauftragung keine Vorabgespräche mit Grant Thornton über heikle Buchungsfragen geführt zu haben. KPMG erhielt eine Kopie der Meldung und wurde gebeten, die Darstellung gegenüber der SEC zu bestätigen.
Der Prüferwechsel fällt in eine Phase, in der Anleger genau hinschauen. Im vierten Quartal 2025 verfehlte Seaport Entertainment die Erwartungen deutlich. Der bereinigte Verlust pro Aktie lag über den Prognosen, obwohl der Umsatz um sieben Prozent auf knapp 30 Millionen Dollar kletterte. Die Aktie reagierte verhalten. Ob der Wechsel zu Grant Thornton frischen Wind bringt oder nur Routine ist, wird sich zeigen.




