Der Lightware-Gründer wird für seinen unternehmerischen Weitblick geehrt. Sein AV-Unternehmen ist heute in über 30 Ländern präsent.
Gergely Vida darf sich über den EY Innovator Award freuen. Die Jury würdigte den Lightware-Chef im Rahmen des ungarischen "Entrepreneur of the Year"-Programms. Der Preis geht an Unternehmer, die mit technischen Neuerungen langfristiges Wachstum antreiben. Das Programm läuft seit über zwei Jahrzehnten und hat schon viele Gründerpersönlichkeiten ins Rampenlicht gerückt. Vida hat Lightware von Grund auf hochgezogen. Was als kleines Unternehmen begann, ist heute ein international aufgestellter Anbieter von AV-Technologie. 400 Leute arbeiten für die Firma, 18 Standorte verteilen sich über den Globus, mehr als 30 Länder zählen zum Absatzgebiet. Schon 2006 setzte Vida auf digitale Videomatrix-Technik, als andere noch zögerten. Damals galt das Produkt als Durchbruch und markierte den Beginn einer intensiven Entwicklungsphase.
Vidas Erfolgsrezept klingt simpel: Technologische Umbrüche früh erkennen und Lösungen entwickeln, bevor der Markt danach schreit. Wer wartet, bis die Nachfrage da ist, kommt zu spät. Diese Philosophie zieht sich durch die gesamte Unternehmensgeschichte und erklärt, warum Lightware in seiner Nische vorne mitspielt. Als Corona die Eventbranche lahmlegte, reagierte Lightware schnell. Messen und Veranstaltungen fielen aus, das Kerngeschäft brach weg. Das Unternehmen verlagerte seinen Schwerpunkt auf Konferenzräume und Bildungseinrichtungen. Die USB-C-Produktlinie Taurus entstand in dieser Phase und trägt heute einen wesentlichen Teil zum Geschäft bei. Was als Notlösung begann, wurde zum strategischen Standbein. Vida hält wenig von Heldengeschichten. Er beschreibt sich als jemand, der andere mitreißt und Zuversicht verbreitet. Die Zukunft baue man gemeinsam, nicht im Alleingang. Sein Führungsstil setzt auf Inspiration statt Anweisung, auf kollektive Stärke statt einsame Entscheidungen.




