Wie sich Führungsposition und Familienleben in einem Berufsstand mit klassischerweise hoher Auslastung vereinbaren lassen, zeigt Sabine Berger, Directorin im Bereich Business Tax & Legal bei Deloitte. Ihr Karriereverlauf illustriert einen Ansatz, der auf Flexibilität und offener Absprache basiert statt auf klassischen Präsenzmodellen.
Wer in Düsseldorf einen Steuerberater sucht, wählt aus rund 45 Vertretern pro 10.000 Einwohner. In Salzgitter fallen zwei auf dieselbe Zahl an Einwohnern. Eine Momentaufnahme, die stellvertretend für ein Mengenproblem steht, das sich zum Strukturthema entwickelt hat.
Eine aktuelle Bankenbefragung von EY-Parthenon zeichnet ein nüchternes Bild des deutschen Immobilienmarkts. Für 58 Kreditinstitute und 26 Restrukturierungskanzleien bleibt die Bodenbildung bis 2027 realistisch, eine echte Trendwende erwarten die Institute erst ab 2029.
Die Anwaltskanzlei Lawfront verklagt fünf ehemalige Partner der übernommenen Kanzlei Slater Heelis auf 2,4 Millionen Pfund. Der Streit gilt als Belastungsprobe für das Vertrauen in Private-Equity-Investitionen im britischen Rechtsmarkt.
Der globale Private-Equity-Markt kühlt bei der Anzahl der Transaktionen weiter ab, während das investierte Kapital auf hohem Niveau bleibt. Besonders die Exit-Aktivität ist laut KPMG auf den tiefsten Stand seit über einem Jahrzehnt gefallen.
Revolut öffnet den Zugang zu Private-Equity-, Private-Credit- und Infrastrukturfonds für deutsche Privatanleger. Möglich macht das eine Kooperation mit Apollo, Hamilton Lane und Partners Group.
Wenn Gründer und Altgesellschafter an einen internationalen Finanzinvestor abgeben, hängt der Erfolg weniger am Preis als an einer belastbaren Datenbasis. Genau dort setzte Grant Thornton beim Verkauf der Munich Electrification GmbH an den französischen Investor Ardian an.
Wenn ein italienischer Energiekonzern in vier Ländern gleichzeitig zuschlägt, wird Rechtsberatung zur Choreografie. Beim Erwerb der Oil-Tankstellen durch Enilive Deutschland arbeiten auf Käufer- wie Verkäuferseite jeweils drei Kanzleien parallel, koordiniert von zwei Lead Counseln.
Zwei Frankfurter Finance-Praxen teilen sich das Mandat einer der größten Garantielinien im europäischen Windenergiesektor: Freshfields beriet Nordex, Clifford Chance das Bankenkonsortium bei der Fazilität über 2,475 Milliarden Euro.
Die Schweizer Bank Vontobel hat im ersten Halbjahr einen Rekordgewinn erzielt und ihre Effizienz deutlich verbessert. Gleichzeitig kündigt das Unternehmen einen neuen CFO sowie ein erweitertes Executive Committee an.
Der neue Porsche-Deal mit der IG Metall gilt als vergleichsweise moderater Kompromiss und bringt VW-Konzernchef Oliver Blume unter Druck. Die verlängerte Standortgarantie bei Porsche dürfte die Debatte um ähnliche Zusagen bei VW neu entfachen.
Die Finanzinvestoren I Squared Capital und InfraVia Capital Partners haben sich Insidern zufolge bereits mit den Großaktionären auf einen Einstieg bei Ströer verständigt. Randaktivitäten wie das Portal T-Online könnten dabei zur Disposition stehen.
Ein kanadischer Abgeordneter hat in einer Rede vor dem Regionalparlament versehentlich die stille Botschaft an ein KI-System mit vorgelesen. Der Vorfall ist mehr als eine Anekdote, denn er zeigt, wie stark generative Sprachmodelle inzwischen die Grundlage öffentlicher Reden bilden.
Die US-Technologiebranche antwortet auf einen aufsehenerregenden KI-Zwischenfall mit einer eigenen Governance-Konstruktion, die einen bemerkenswerten Widerspruch trägt: gemeinsame Standards für autonome Systeme, an die sich niemand rechtlich halten muss.
Wer in diesem Jahr bei Speicherherstellern investiert hat, sitzt paradoxerweise auch nach einem der brutalsten Handelstage der letzten Monate noch auf einem stattlichen Gewinn. Genau darin liegt das eigentliche Signal.
Eine Untersuchung der Plattform MyIQ zeigt, dass drei Viertel der KI-Nutzer lieber dem Chatbot als einer Kolleg:in Fragen stellen. Vor allem die Generation Z fühlt sich dadurch zunehmend isoliert.
Ein Social-Media-Post der japanischen Premierministerin Sanae Takaichi über ihre Schlafgewohnheiten hat eine Debatte über Führung und Work-Life-Balance ausgelöst. Kritiker warnen, Schlafmangel beeinträchtige das Urteilsvermögen.
Eine Rentenreform könnte den Sonderstatus von Minijobs abschaffen und damit vor allem Studierende ohne Werkstudentenprivileg hart treffen. Beschlossen ist noch nichts, doch der Zeitplan der Bundesregierung steht bereits.
Ein Gericht in Kanada hat einem KPMG-Partner die Berufung auf die berufliche Verschwiegenheit versagt und ihn zur mündlichen Aussage unter Eid verpflichtet. Der Beschluss wirft ein grelles Licht auf die Grenzen berufsständischer Verschwiegenheit, wenn ein Zivilgericht Beweismittel einfordert.
Mit gleich vier neuen Führungskräften stockt PwC seine Präsenz in Cambridge auf. Der Ausbau richtet sich gezielt an die dortige Wachstumsszene aus Technologie und Life Sciences, die zu den dynamischsten Innovationsclustern Großbritanniens gehört.
Der neue KPMG-Chairman Michael Ebeid steht vor der Aufgabe, gleich mehrere Board-Sitze in Australien neu zu besetzen. Nachdem bereits mehrere unabhängige Direktoren gegangen sind, deutet die nächste Rücktrittsankündigung an, dass sich der Skandal auch strukturell in der Aufsicht auswirkt.
Die Hackergruppe ShinyHunters hat sich zu dem im Juli bekannt gewordenen Datenabfluss bei EY bekannt und der Big-Four-Gesellschaft eine Frist bis zum 31. Juli 2026 gesetzt. Ohne Verhandlungen droht die Gruppe mit der Veröffentlichung sämtlicher entwendeter Mandantenunterlagen, darunter potenziell Steuerdaten.
Nach den bereits bekannten Führungsrücktritten weitet sich der wirtschaftliche Schaden für KPMG Australien deutlich aus: Ein weiterer Bundesstaat verhängt einen Vergabestopp, die Bundesregierung überprüft Verträge im Milliardenbereich, und mit Lendlease ist ein Prüfungsmandat konkret verloren.
Der Londoner Wachstumsmarkt AIM verändert sein Prüferbild grundlegend. Nach mehreren FRC-Sanktionsverfahren und stark gestiegenen Prüfungskosten ziehen sich PwC, Deloitte, EY und KPMG systematisch aus dem risikoreichen Segment zurück, während die zweite Reihe die frei werdenden Mandate übernimmt.
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