Das Geldhaus einigt sich mit dem Fiskus und anderen Banken auf eine Pool-Lösung. Abgeschlossen ist das Kapitel damit aber nicht.
Der Streit um zwei Spezialfonds ist beigelegt. Die Deutsche Bank hat sich mit anderen Instituten und dem Staat auf eine gemeinsame Zahlung verständigt. Insgesamt ging es um 85 Millionen Euro Steuerschuld, knapp ein Drittel davon trägt nun Deutschlands größte Bank. Das Geld floss ans Bundeszentralamt für Steuern. Die Fonds trugen die Namen Baca und JS Futures. Über sie wurden einst jene Aktiengeschäfte abgewickelt, die heute als größter Steuerskandal der Republik gelten. Die Deutsche Bank stellt ihre Beteiligung als nachrangig dar. Sie habe Dienstleistungen erbracht und Finanzierungen gestellt, nicht mehr. Die Pool-Lösung diene dem Rechtsfrieden.
Abgehakt ist das Kapitel nicht. 2022 rückten Ermittler in der Frankfurter Zentrale an. Der Geschäftsbericht verweist auf weitere offene Verfahren. Das Institut gibt sich kooperativ, Details bleiben vage. Das Muster war dreist. Rund um den Stichtag wanderten Aktien zwischen Beteiligten hin und her. Finanzämter erstatteten Steuern auf Dividenden, die nie geflossen waren. Der Staat verlor geschätzt mindestens zehn Milliarden Euro. Die Politik brauchte Jahre, um das Schlupfloch zu schließen. Der Bundesgerichtshof stellte 2021 klar: Das war Steuerhinterziehung.
Hanno Berger, einst Architekt der Geschäfte, sitzt mittlerweile hinter Gittern. Sein früherer Vertrauter Kai-Uwe Steck wurde ebenfalls verurteilt. Für die Deutsche Bank ist die Millionenzahlung ein Baustein, kein Schlussstrich.




