Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft verstärkt ihre Beratung für produzierende Unternehmen. Zwei Spezialisten sollen künstliche Intelligenz in Fabriken bringen.
EY Österreich investiert in den Ausbau seiner Technologieberatung. Gerhard Schagerl und Nikolaus Keuth verstärken ab sofort das Team für industrielle Anwendungen künstlicher Intelligenz. Die beiden Experten arbeiteten zuvor gemeinsam beim Grazer Antriebsspezialisten AVL, wo sie datenbasierte Lösungen für Fertigungsunternehmen entwickelten. Der 50-jährige Schagerl verantwortete in seiner Laufbahn den Aufbau internationaler Geschäftseinheiten für Cloud und Datenanalyse. Er steuerte Transformationsprogramme und entwickelte Strategien für den Einsatz intelligenter Systeme in Produktionsumgebungen. Keuth, 49 Jahre alt, bringt Produkterfahrung mit. Er führte skalierbare Plattformen zur Marktreife und etablierte tragfähige Geschäftsmodelle rund um automatisierte Fertigungsprozesse.
Das österreichische Team verfolgt einen umfassenden Ansatz. Statt einzelne Experimente zu begleiten, soll intelligente Technologie tief in zentrale Abläufe eingebettet werden. Optimierung von Produktionslinien, automatisierte Entscheidungsfindung und vernetzte Robotik stehen im Mittelpunkt der Beratung. Die Gesellschaft verweist auf abgeschlossene Mandate bei österreichischen Industrieunternehmen. Für den Schaumstoffhersteller NEVEON entstanden Modelle zur Effizienzsteigerung. Bei Austrotherm wurden Fertigungsabläufe analysiert. Gemeinsam mit dem Schalungsspezialisten Doka implementierte das Team datengestützte Werkzeuge zur Prozesssteuerung.
EY Österreich übernimmt eine tragende Rolle im Innovation Hub der Gesellschaft in Stuttgart. Die im Herbst 2025 eröffnete Einrichtung bündelt Fachwissen für Fertigungsunternehmen aus verschiedenen Ländern. Auf 200 Quadratmetern werden zahlreiche Anwendungsfälle präsentiert. Technologiepartner wie Microsoft, SAP, Dell und NVIDIA steuern Komponenten bei. Das Wiener Team gestaltet die Entwicklung neuer Lösungen aktiv mit.




