Das Cloud-Unternehmen wechselt seinen Wirtschaftsprüfer für das kommende Geschäftsjahr. Die Trennung vom bisherigen Prüfer verlief ohne Konflikte.
Der an der Nasdaq notierte Technologieanbieter Fastly ordnet seine Abschlussprüfung neu. Der Prüfungsausschuss hat KPMG für das Geschäftsjahr 2026 als künftigen Wirtschaftsprüfer benannt. Im Gegenzug endet die Zusammenarbeit mit Deloitte & Touche, die das Unternehmen bislang begleitete. Die formelle Mandatsannahme durch KPMG steht noch aus, da die üblichen internen Prüfverfahren noch laufen. Die Abberufung von Deloitte erfolgte geräuschlos. In den Geschäftsjahren 2024 und 2025 erteilte die Prüfungsgesellschaft uneingeschränkte Bestätigungsvermerke. Weder gab es Unstimmigkeiten über Bilanzierungsfragen noch Meinungsverschiedenheiten zu Offenlegungspflichten oder Prüfungsverfahren. Deloitte bestätigte gegenüber der amerikanischen Börsenaufsicht SEC, dass die Darstellung des Unternehmens den Tatsachen entspricht.
Ein Thema begleitete die vergangenen Jahre: Fastly hatte für 2024 eine wesentliche Schwäche im internen Kontrollsystem über die Finanzberichterstattung offengelegt. Solche Mängel erfordern besondere Aufmerksamkeit von Prüfern und Management. Nach Angaben des Unternehmens wurde das Problem bis Ende 2025 vollständig behoben. Weitere meldepflichtige Vorfälle traten nicht auf.
Fastly hat Deloitte ermächtigt, sämtliche Anfragen von KPMG umfassend zu beantworten. Diese Transparenz erleichtert dem neuen Prüfer den Einstieg und signalisiert, dass es keine verborgenen Probleme gibt. Der Wechsel folgt einem geordneten Verfahren, wie es bei börsennotierten Gesellschaften üblich ist.
Prüferwechsel gehören zum Alltag an den Kapitalmärkten. Regulatorische Erwartungen an Unabhängigkeit und der Wunsch nach frischen Blickwinkeln führen regelmäßig zu neuen Konstellationen. Für KPMG bedeutet das Mandat Zugang zu einem Technologieunternehmen im wachsenden Cloud-Segment. Die Bestätigung der Bestellung dürfte in Kürze erfolgen.




