KPMG empfiehlt Test des neuen EU-Steuertools

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March 18, 2026
19.03.2026
3 Minuten Lesezeit

Die Kommission hat einen Report-Generator für das Public Country-by-Country Reporting veröffentlicht. Betroffene Konzerne sollten das Werkzeug frühzeitig ausprobieren.

Brüssel liefert Handwerkszeug

Die Europäische Kommission macht Ernst mit der Transparenz. Auf ihrer Webseite steht seit kurzem ein Generator für länderbezogene Steuerberichte zum Download bereit. Das Tool soll Konzernen helfen, ihre Pflichten im Rahmen des Public Country-by-Country Reporting zu erfüllen. Betroffen sind Unternehmen mit mehr als 750 Millionen Euro Jahresumsatz, die unter die Regeln von Pillar II fallen. Das Werkzeug kommt als Excel-Vorlage daher. Es erzeugt Berichte im iXBRL-Format mit xHTML-Ausgabe, wie es die Durchführungsverordnung (EU) 2024/2952 vorschreibt. Doch die Sache hat einen Haken: Die Datei verlangt die Aktivierung von Makros. In den meisten Unternehmen sind diese aus Sicherheitsgründen standardmäßig blockiert. Wer das Tool nutzen will, muss der Kommission an dieser Stelle einen Vertrauensvorschuss gewähren und die IT-Abteilung ins Boot holen.

Früh übt sich

KPMG hat auf das neue Werkzeug aufmerksam gemacht und rät zu einem Probelauf. Steuerabteilungen sollten nicht warten, bis die Fristen drücken. Ein erster Test zeigt, wo es in der Praxis hakt: Funktioniert die Datenübernahme? Stimmen die Formate? Welche manuellen Nacharbeiten fallen an? Wer diese Fragen jetzt klärt, spart später Nerven und Überstunden. Die globale Mindestbesteuerung bringt neue Dokumentationspflichten mit sich. Länderbezogene Berichte müssen künftig in standardisierten Formaten eingereicht werden. Das erfordert Abstimmung zwischen Steuer, Controlling und IT. Konzerne, die ihre internen Abläufe frühzeitig anpassen, verschaffen sich einen Vorsprung. Wer erst reagiert, wenn die Deadline naht, riskiert fehlerhafte Einreichungen oder Fristverletzungen.

Pillar II nimmt Fahrt auf

Die Anforderungen an Steuertransparenz steigen weiter. Das EU-Tool ist ein Baustein unter vielen, die Brüssel in den kommenden Jahren liefern wird. Für Steuerabteilungen bedeutet das: Der Aufwand wächst, aber auch die Hilfsmittel werden besser. Wer sich mit dem Generator vertraut macht, ist für die nächste Runde gerüstet.