Ein traditionsreicher Branchenwettbewerb geht in die nächste Runde. Mandanten können ihre Favoriten bis Mitte April nominieren.
Wer berät am besten? Diese Frage beantworten in Österreich nicht Jurys oder Fachgremien, sondern diejenigen, die es wissen müssen: die Mandanten selbst. Seit über einem Jahrzehnt kürt der Wettbewerb “Steuerberater:in des Jahres” die führenden Köpfe der Branche. Hinter der Initiative stehen der Immobilieninvestor IFA, die Tageszeitung Die Presse und der Fachverlag LexisNexis.
Ein Blick auf vergangene Preisverleihungen offenbart ein Muster. Beraterinnen räumen regelmäßig Trophäen ab. Das überrascht Branchenkenner nicht. In österreichischen Steuerkanzleien arbeiten inzwischen mehr Frauen als Männer. Auch in Führungspositionen sind sie stark vertreten, was den Beruf von vielen anderen Wirtschaftszweigen unterscheidet. Bei der letzten Verleihung in den Wiener Sofiensälen standen erneut zwei Frauen auf dem Podium. Claudia Modarressy von Grant Thornton Austria wurde geehrt und betonte, der Preis würdige das Vertrauen der Kunden und die Arbeit des gesamten Teams. Alexandra Dolezel von BDO siegte in der Kategorie für grenzüberschreitende Steuerfragen. Sie verwies auf die wachsenden Herausforderungen, vor denen international tätige Unternehmen stehen.
Die Standesvertretung der Branche hebt die Vorzüge des Berufs hervor. Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern existierten praktisch nicht. Flexible Arbeitsmodelle erleichterten die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Diese Faktoren ziehen offenbar qualifizierten Nachwuchs an und sorgen für ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis.
Mandanten können ihre Favoriten in verschiedenen Fachgebieten vorschlagen. Neben einer allgemeinen Kategorie stehen spezialisierte Bereiche zur Wahl: Unternehmensumstrukturierungen, Beratung vermögender Privatpersonen, Immobilienwirtschaft, Mittelstand, freie Berufe, internationales Steuerrecht sowie erstmals auch künstliche Intelligenz und Digitalisierung. Pro Kategorie dürfen bis zu drei Namen genannt werden. Wer überzeugt wurde, kann das honorieren. Bis zum 12. April steht ein Online-Formular für Vorschläge bereit. Frühere Preisträger dürfen erneut ins Rennen geschickt werden. Für Beraterinnen und Berater gilt eine Nominierung als besondere Anerkennung ihrer Arbeit.




