Demarre Johnson hat die Beratungsgesellschaft verlassen, nachdem Bilder von ihm in Designerkleidung für Aufsehen sorgten. Das Unternehmen betont, der Abgang hänge nicht mit dem Shooting zusammen.
Demarre Johnson wollte auffallen und hat es geschafft. Der Berufseinsteiger ließ sich gemeinsam mit anderen Nachwuchskräften aus der Finanzbranche für das Interview Magazine ablichten. Die Bilder zeigten die jungen Männer in teurer Mode und verbreiteten sich rasant. Anfang März ging die Strecke online, seitdem wird in der Branche darüber geredet.
Was viele überraschte: Johnson hatte PwC bereits Mitte Februar den Rücken gekehrt. Die Fotos erschienen also erst nach seinem Abgang. Die Beratungsgesellschaft stellte klar, dass beides nichts miteinander zu tun habe. Warum der Absolvent des Babson College tatsächlich ging, bleibt offen.
Die Aufnahmen polarisierten. Manche feierten den Auftritt als erfrischend, andere schüttelten den Kopf. Wer gerade erst anfängt, solle sich nicht in den Vordergrund drängen, lautete der Vorwurf. Solche ungeschriebenen Gesetze prägen die Kultur großer Finanzinstitute. Goldman Sachs ging auf Distanz und erklärte, nichts von den Interviews gewusst zu haben.
Johnson selbst war sich der Sprengkraft bewusst. Er habe mit kritischen Stimmen gerechnet, sagte er in einem Gespräch. Aufmerksamkeit sei ihm nicht fremd, seine Social-Media-Präsenz ist lebhaft. Bei beruflichen Themen halte er sich allerdings zurück, betonte er.




